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EU-Kommission will europäische Stromnetze modernisieren

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Kommission rechnet mit 60 Prozent mehr Stromverbrauch bis 2030
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Die Europäische Kommission hat am Dienstag Pläne für besser funktionierende europäische Stromnetze vorgelegt. Die Kommission rechnet damit, dass der Stromverbrauch in der EU bis 2030 um rund 60 Prozent steigen dürfte. Zu den Maßnahmen zählen auch die Förderung der sogenannten Projekte von gemeinsamem Interesse. Dazu hat die Kommission ein Liste mit 166 grenzüberschreitenden Infrastrukturvorhaben angenommen, darunter auch mehrere mit österreichischer Beteiligung.

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Die Europäische Kommission hat am Dienstag Pläne für besser funktionierende europäische Stromnetze vorgelegt. Die Kommission rechnet damit, dass der Stromverbrauch in der EU bis 2030 um rund 60 Prozent steigen dürfte. Zu den Maßnahmen zählen auch die Förderung der sogenannten Projekte von gemeinsamem Interesse. Dazu hat die Kommission ein Liste mit 166 grenzüberschreitenden Infrastrukturvorhaben angenommen, darunter auch mehrere mit österreichischer Beteiligung.

40 Prozent der europäischen Verteilungsnetze seien über 40 Jahre alt. Darum rechnet die Brüssler Behörde mit Investitionen in Höhe von 584 Mrd. Euro in diesem Jahrzehnt, um diese zukunftsfit zu machen. "Um große Mengen an Ökostrom zu integrieren und Verbrauchssektoren zu elektrifizieren, müssen wir unsere Übertragungs- und Verteilungsnetze stark ausbauen. Und wir müssen dies in kurzer Zeit und auf kosteneffiziente Weise tun", betonte die zuständige EU-Kommissarin Kadri Simon in ihrer Rede bei den PCI Energy Days am Dienstag in Brüssel.

Die Listen mit Vorhaben von gemeinsamem bzw. gegenseitigem Interesse (PCI) wurden im Rahmen der überarbeiteten Verordnung über die transeuropäischen Energienetze (TEN-E) angenommen. Ziel ist, die Förderung der Infrastruktur für fossile Brennstoffe zu beenden und den Schwerpunkt auf die grenzüberschreitende Energieinfrastruktur der Zukunft zu legen.

Mehr als die Hälfte (85) der Vorhaben betreffen die Bereiche Strom, Offshore und intelligente Stromnetze. Österreich betreffen mehrere Projekte der Nord-Süd-Stromverbindungsleitungen. Auf der Liste finden sich beispielsweise die Verbindungsleitungen zwischen dem deutschen Isa/Altheim/Ottenhofen und dem österreichischen St. Peter oder dem italienischen Somplago und dem österreichischen Würmlach. Der Wasserstoff-Korridor Italien-Österreich-Deutschland findet sich auf der Liste der 65 Wasserstoff- und Elektrolyseurvorhaben.

Neben den Projekten will die Kommission mit ihrem Europäischen Aktionsplan für Netze auch die schnellere Genehmigung des Netzausbaus sowie die langfristige Netzplanung fördern. Eine bessere Nutzung der Netze soll durch mehr Transparenz und attraktivere Tarife für intelligentere Netze erreicht werden.

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