"Es besteht das Risiko einer Euro-Entgleisung"

Die Stimmen gegen den Euro werden von Tag zu Tag lauter. Dieser Chor erhält jetzt äußerst prominenten Zulauf: Der Euro wird in seiner gegenwärtigen Form nicht überleben. Das zumindest erwartet Pacific Investment Management (PIMCO), der Verwalter des größten Anleihefonds der Welt.

“Ein Status quo ist nicht länger eine Option für Europa mit Blick auf die nächsten drei bis fünf Jahre”, schreibt Pimco-Chef Mohamed El-Erian in seinem jüngsten Bericht zum mittelfristigen.

Die wahrscheinlichste Lösung werde sein, dass sich eine kleinere Gemeinschaft um Frankreich, Deutschland, Spanien und Italien bilde - welche sich dann aber durch eine deutlich stärkere Koordinierung und Finanzierung auszeichne, schreibt El- Erian weiter. "Es besteht allerdings auch das Risiko einer großen Entgleisung der derzeitigen Union".

Der Euro fiel am Dienstag auf den niedrigsten Stand zum Dollar seit vier Monaten. Belastend wirkten sich weiter Befürchtungen aus, dass Griechenland als erster der 17 Euro-Mitgliedsstaaten aus der Union herausfallen könnte.

Die Rendite zehnjähriger spanischer Bonds kletterte außerdem auf den höchsten Stand seit November, während deutsche Bundesanleihen auf ein Rekordtief absackten.

Pimco, eine Tochter des deutschen Versicherers Allianz, sieht zudem den mittelfristigen globalen Wirtschaftsausblick pessimistischer als noch vor einem Jahr, erläutert El-Erian. Der Vermögensverwalter rechnet damit, dass die Industrienationen in den nächsten drei bis fünf Jahren etwa ein Prozent jährlich und Schwellenländer etwa fünf Prozent jährlich wachsen werden. Im vergangenen Jahr war noch ein Zuwachs um zwei Prozent beziehungsweise sechs Prozent prognostiziert worden.

Bloomberg/hahn

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