Erste Group: Rumänien mit Einbruch, Ungarn und Ukraine mit Verlust

In Osteuropa herrschen für die Erste Group uneinheitliche Bedingungen. In Ungarn und Rumänien ist die Lage schwierig, während sich in den Kernmärkten (Österreich, Tschechien, Slowakei) die Konjunkturerholung fortsetze, wie die Erste am Freitag erklärte.

In der großen Rumänien-Tochter BCR (Banca Comerciala Romania) gab es in den ersten drei Quartalen 2010 zwar mehr Betriebsergebnis, höhere Kreditrisikokosten und Abwertungen im Leasinggeschäft ließen aber den Nettogewinn um 60,8 Prozent auf 27 Mio. Euro einbrechen.

Die Ungarn-Tochter meldete bis September einen Verlust von 9 Mio. Euro, nach einem Nettogewinn von 53 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2009. Hier mussten bereits Rückstellungen für die von den Banken hart kritisierte Bankensteuer gebildet werden.

In der ukrainischen Tochter gab es weiter rote Zahlen, die sich bis September aber im Jahresvergleich von 47,8 auf 20 Mio. Euro aber halbierten. Hier habe sich der hohe Werrberichtigungsbedarf weitgehend stabilisiert.

In Serbien verblieb nach neun Monaten unterm Strich eine rote Null (minus 0,1 Mio. Euro), nach einem leicht positiven Wert von 1,2 Mio. Euro vor einem Jahr.

In der großen tschechischen Tochter Ceska Sporitelna ging bis September der Gewinn von 277,8 auf 252,6 Mio. Euro zurück, auch hier waren wieder um fast 40 Prozent höhere Kreditvorsorgen sowie Bewertungserfordernisse im Immobereich ausschlaggebend.

Fast verdreifacht hat ihre Gewinne die slowakische Tochter Slovenska Sporitelna, hier stieg der Nettogewinn von 28 auf 84 Mio. Euro.

In Kroatien verringerte sich der Periodenüberschuss nach Steuern und Minderheiten wegen höherer Vorsorgen um ein Drittel auf 26,1 Mio. Euro.

In der Erste Bank Österreich gab es deutlich mehr Provisionsergebnisse und weniger Verwaltungsaufwendungen, auch hier stiegen die Firmenkunden-Risikovorsorgen. Bis Ende September stieg der Nettogewinn der Österreich-Bank von 96 auf 120 Mio. Euro.

- APA

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