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Erste Einspeisestopps für PV-Strom in Oberösterreich

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Zu viel Sonnenstrom
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Die Kapazitäten des vorhandenen Stromnetzes werden "bis zum letzten Kilowatt - teilweise schon darüber hinaus" ausgenutzt, deshalb komme es nun zu ersten größeren Einschränkungen für die Einspeisung aus privaten Photovoltaik-Anlagen in sieben Umspannwerken in Oberösterreich. Bestehende Anlagen könnten weiter wie bisher betrieben werden, berichtete die Netz Oberösterreich GmbH in einer Presseaussendung am Dienstag.

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Die Kapazitäten des vorhandenen Stromnetzes werden "bis zum letzten Kilowatt - teilweise schon darüber hinaus" ausgenutzt, deshalb komme es nun zu ersten größeren Einschränkungen für die Einspeisung aus privaten Photovoltaik-Anlagen in sieben Umspannwerken in Oberösterreich. Bestehende Anlagen könnten weiter wie bisher betrieben werden, berichtete die Netz Oberösterreich GmbH in einer Presseaussendung am Dienstag.

Man habe bereits Maßnahmen ergriffen, um die Engpässe im Stromnetz zu beseitigen. Diese seien in der Regel "Operationen am offenen Herzen der Stromversorgung" und entsprechend langwierig bzw. aufwendig, so der Betreiber. Die Netz Oberösterreich werde in den kommenden Jahren mehr als 2 Mrd. Euro in den Ausbau der Energienetze investieren.

Erste Umbauarbeiten sollen bis Ende 2024 fertiggestellt sein, die meisten wohl erst 2025. Seit langer Zeit geplante Ausbauprojekte - im Mühlviertel derzeit in der Umweltverträglichkeitsprüfung bzw. in Klaus im Genehmigungsverfahren - werden diese Engpässe ebenfalls lösen, es werden aber keine Maßnahmen vorgezogen.

Betroffen von dem Einspeisestopp sind die Umspannwerke Rossbach, Ranshofen, Grieskirchen, Kirchdorf, Klaus, Steyr-Nord und Rohrbach. Hier könnten auf bestimmten Abzweigen keine individuellen Grenzen mehr gesetzt werden, "sondern Einspeisewünsche müssen vorübergehend generell verschoben werden". Eine von zehn PV-Anlagen könne derzeit nicht in vollem Leistungsumfang genutzt werden, sondern müsse vom Netzbetreiber ausgesprochene Begrenzungen beachten. Das sei notwendig, um die sichere Versorgung aller Kunden nicht zu gefährden, betonte die Netz OÖ.

Noch im Dezember soll die "PV-Einspeiseampel" im online-Kundenportal Auskunft geben, ob die eigene Anlage - alle nach dem EAG bevorzugten PV-Anlagen unter der Leistungsgrenze von 21 kWp - von einer Begrenzung betroffen sein könnte.

Oberösterreich will entsprechend der PV-Strategie des Landes bis 2032 rund 3,5 Gigawatt installierte PV-Leistung nutzbar machen. Das sind 3,5 Millionen kWp. Ein Drittel des Zieles sei im Versorgungsgebiet der Netz Oberösterreich, dem Strom- und Gasnetzbetreiber der Energie AG, bereits erreicht, Ende 2024 werden es fast zwei Drittel sein - ohne Berücksichtigung von Anlagen aus den Versorgungsgebieten anderer Netzbetreiber. Bereits Ende 2024 werden die betriebenen PV-Anlagen bei Vollbetrieb im Sommer mehr Sonnenstrom in das Stromnetz einspeisen, als in Oberösterreich verbraucht werden kann. Dazu komme noch die Erzeugung aus Biomasse, Wind- und Wasserkraft.

(S E R V I C E - Auflistung der Umspannwerkskapazitäten auf )

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