Erdbeben in Japan: Tsunami-Gefahr in Russland

Nach dem schweren Erdbeben in Japan haben die Behörden im äußersten Osten Russlands mehr als 10.000 Menschen wegen eines drohenden Tsunamis in Sicherheit gebracht.

Auf der Inselgruppe der Südkurilen sowie auf der Insel Sachalin seien mehrere Siedlungen in Ufernähe evakuiert worden. Das teilte der russische Katastrophenschutz am Freitag nach Angaben von Agenturen mit.

Besonders betroffen seien Menschen auf den Südkurilen-Inseln Kunaschir und Schikotan. Sie seien in sichere Gebiete gebracht worden. Schiffe kehrten schnell in die Häfen zurück, hieß es.

Etwa 15 bis 20 Minuten lang seien auf den Südkurilen mindestens vier unterirdische Beben mit der Stärke 5 gemessen worden, meldete die Agentur Interfax. "In den Wohnungen schepperte das Geschirr und wankten Inneneinrichtungen. Es sind aber keine Häuser zerstört. Alle lebenswichtigen Einrichtungen arbeiten wie gewohnt", sagte ein Mitarbeiter des russischen Zivilschutzes. Alle Landwirtschaftsarbeiten seien jedoch eingestellt worden.

An den Ufern auf den Inseln im Fernen Osten seien Beobachtungsposten eingerichtet worden. Es würden Flutwellen mit einer Höhe von bis zu fünf Metern erwartet, hieß es. Auch auf der russischen Halbinsel Kamtschatka galt erhöhte Alarmbereitschaft.

Auf der zu den USA gehörenden Pazifikinsel Hawaii wurde eine Tsunami-Warnung ausgelöst. Dort könnte eine von dem Erdbeben verursachte Flutwelle frühestens um 2.59 Uhr Ortszeit (13.59 Uhr MEZ) eintreffen.

- APA

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