Eni gibt russische Beteiligung auf

Italienischer Energiekonzern zieht sich aus Blue-Stream-Gaspipeline zurück

Eni gibt russische Beteiligung auf

Eni gibt russische Beteiligung auf

Ein Energieunternehmen nach dem anderen gibt seine Projekte mit Russland auf. Der italienische Energiekonzern Eni will seinen Anteil an der Blue-Stream-Gaspipeline verkaufen, an der er zusammen mit dem russischen Riesen Gazprom beteiligt ist.

"Was die gemeinsame und gleichberechtigte Beteiligung mit Gazprom an der Blue-Stream-Gaspipeline, die Russland mit der Türkei verbindet, betrifft, beabsichtigt ENI den Verkauf seines Anteils", erklärte der italienische Energiekonzern in einer Presseaussendung.

Die derzeitige Präsenz von Eni in Russland sei marginal. Die bestehenden Joint Ventures mit Rosneft, die an Explorationslizenzen in der Arktis gebunden sind, seien bereits seit Jahren eingefroren, auch wegen der 2014 nach der Annexion der Krim gegen Moskau verhängten internationalen Sanktionen.

Blue Stream ist eine der wichtigsten internationalen Gaspipelines, die Gas von Russland über das Schwarze Meer in die Türkei transportiert. An dem Gemeinschaftsunternehmen mit Sitz in den Niederlanden ist Eni zusammen mit Gazprom zu jeweils 50 Prozent beteiligt. Die Transportkapazität beträgt 16 Milliarden Kubikmeter pro Jahr.

In den letzten Tagen haben viele Ölgesellschaften beschlossen, sich von Russland zu distanzieren. Nach der Ankündigung von Shell und BP, sich aus russischen Joint Ventures zurückzuziehen, betonte Total in einer Erklärung an, "kein Kapital mehr für neue Projekte in Russland bereitzustellen". "TotalEnergies unterstützt den Umfang und die Stärke der von Europa verhängten Sanktionen und wird sie ungeachtet der derzeit noch zu prüfenden Folgen für seine Aktivitäten in Russland umsetzen", hieß es.

Die OMV überprüft ihre weitere Teilnahme an der Gazprom-Pipeline Nord Stream 2, wie das österreichische Unternehmen am Dienstagabend mit einem einzigen Satz in einer Aussendung bekannt gab.

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