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Energieversorgung: EU laut Bericht gut für Winter gerüstet

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Österreichs Abhängigkeit von russischem Gas nach wie vor hoch
©APA/APA/dpa/Lino Mirgeler
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Der am Dienstag in Brüssel veröffentlichte Bericht zur Lage der Energieunion 2023 der Europäischen Kommission zeigt, dass die EU ihre Abhängigkeit von russischen fossilen Brennstoffen drastisch reduziert habe. Die EU habe ihren Gasbedarf im Vergleich zu den letzten fünf Jahren um mehr als 18 Prozent gesenkt. Die Gasspeicher sind vor dem kommenden Winter zu über 98 Prozent gefüllt. Der Bericht betont Österreichs immer noch hohe Abhängigkeit von russischem Gas.

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Der am Dienstag in Brüssel veröffentlichte Bericht zur Lage der Energieunion 2023 der Europäischen Kommission zeigt, dass die EU ihre Abhängigkeit von russischen fossilen Brennstoffen drastisch reduziert habe. Die EU habe ihren Gasbedarf im Vergleich zu den letzten fünf Jahren um mehr als 18 Prozent gesenkt. Die Gasspeicher sind vor dem kommenden Winter zu über 98 Prozent gefüllt. Der Bericht betont Österreichs immer noch hohe Abhängigkeit von russischem Gas.

In ihrem Bericht zur Lage der Energieunion 2023 zieht die Europäische Kommission Bilanz über die Reaktion der EU auf die Energiekrise der letzten zwei Jahre, bewertet den Stand der grünen Transformation und legt die Herausforderungen und Chancen bei der Erreichung der EU-Klima- und Energieziele dar. Die Netto-Treibhausgasemissionen der EU sind 2022 um rund 3 Prozent gesunken und liegen damit um 32,5 Prozent unter dem Stand von 1990.

"Die vergangenen Jahre waren für Europa eine unglaubliche Herausforderung, aber wir haben uns nicht von unserer festen Überzeugung abgewendet, dass der europäische Grüne Deal die Antwort sowohl auf unsere Energiesicherheit als auch auf unsere Klimaherausforderungen ist. In Zukunft werden wir auch daran arbeiten, so schnell wie möglich alle Subventionen für fossile Brennstoffe abzuschaffen, die nicht der Energiearmut oder dem gerechten Übergang dienen", erklärte der neue EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra in einer Pressekonferenz in Brüssel.

Die EU hat laut Bericht ihre Abhängigkeit von russischen Energieimporten durch eine Diversifizierung ihrer Energieversorgung und Einsparungsmaßnahmen deutlich reduziert. Dies geschah durch den verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz. Die EU-Energieplattform organisierte drei Runden des gemeinsamen Gaseinkaufs. Laut Kommission ist die EU dadurch vor dem Winter 2023-2024 besser vorbereitet.

Im Österreich-Teil des Berichts betont die EU-Kommission, dass Österreich im Bereich der erneuerbaren Energien zu den Vorreitern zählt. Verbesserungsbedarf wird aber für eine Straffung und Beschleunigung der Genehmigungsverfahren gesehen. Auch die Abhängigkeit von russischem Gas sei trotz Schwankungen im vergangenen Jahr im EU-Vergleich immer noch überdurchschnittlich hoch. Die heimischen Gasspeicher sind mit 97,7 Prozent derzeit gut gefüllt. Die Kommission hatte Österreich bereits empfohlen, seine Abhängigkeit von russischem Gas zu senken, beispielsweise durch eine Diversifizierung der Quellen.

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