"Eine harte Landung ist durchaus möglich"

"Eine harte Landung der Wirtschaft ist dieses Jahr durchaus möglich", sagte der Vizechef der Pekinger Denkfabrik CSER, Shi Xiamin, der der staatlichen Planungskommission zuarbeitet.

Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters warnte der Regierungsberater vor einem Absinken des Wirtschaftswachstums unter die magische Marke von acht Prozent, falls Binnennachfrage und Außenwirtschaft schwächelten. "Wahrscheinlich sinkt es sogar auf sechs bis sieben Prozent", fügte er hinzu.

Bei einer solchen wirtschaftlichen Abkühlung dürften die Alarmglocken in der kommunistischen Führung schrillen: Chinas Führung strebt ein Mindestwachstum von sieben bis acht Prozent an, damit genügend Jobs in dem bevölkerungsreichsten Land der Welt geschaffen werden und es nicht zu sozialen Unruhen kommt.

Immo-Bubble könnte platzen

Regierungsberater Shi fürchtet insbesondere, dass es bei Investitionen in Immobilien in China zu einem Einbruch kommen könnte. Der Immobiliensektor in der Volksrepublik hat sich bereits abgekühlt - doch ist dies zum Teil politisch gewollt, da eine Überhitzung des Marktes in Zeiten der Hochkonjunktur vermieden werden sollte. In der Folge sind die Verkäufe in einigen Ballungsgebieten nun jedoch drastisch zurückgegangen. Immobilieninvestitionen machen rund ein Achtel des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus.

Zuletzt hatte Vizepräsident Xi Jinping ein stabiles Wachstum in Aussicht gestellt und eine harte Landung der Wirtschaft ausgeschlossen. Belastet von sinkenden Bestellungen schrumpft der chinesischen Industriesektor jedoch mittlerweile den vierten Monat in Folge - allerdings nicht mehr so stark wie zuletzt. Der vorläufige Einkaufsmanagerindex der Großbank HSBC legte auf 49,7 Punkte zu von 48,8 im Januar. Er liegt damit weiter unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Werte darüber zeigen anziehende Geschäfte, Werte darunter rückläufige an.

Reuters/hahn

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