Ein Toter bei Protesten im Iran

Im Iran wurde nach Medienberichten ein Mensch bei Zusammenstößen zwischen Polizei und Oppositionsanhängern erschossen, mehrere wurden verletzt. Augenzeugen zufolge schoss die Polizei in Teheran Tränengas und Farbkugeln auf die Demonstranten, die einem Aufruf zu einer Solidaritätskundgebung mit den Protesten in Ägypten und Tunesien gefolgt waren.

Der Nachrichtenagentur Fars zufolge wurde in Teheran bei den Protesten ein Passant erschossen. "Elemente des Aufruhrs" und der "terroristischen Söldnergruppe" der Volksmudjaheddin hätten das Feuer auf Zivilisten eröffnet, behauptete die Agentur. Augenzeugen zufolge versammelten sich tausende Demonstranten in kleinen Gruppen nahe des Asadi-Platzes im Westen des Zentrums. In Anspielung auf Präsident Mahmoud Ahmadinejad riefen sie "Tod dem Diktator". Einige setzten Mülltonnen in Brand. Bei den Protesten handelte es sich um die größte Demonstration gegen die Regierung seit einem Jahr.

Auf Websites verbreitete die Opposition den Aufruf, dass nach den arabischen Führern nunmehr das Regime in Teheran an der Reihe sei, gestürzt zu werden. Da es der ausländischen Presse in Teheran ausdrücklich verboten ist, direkt von Protestveranstaltungen zu berichten, bleiben Websites der Opposition und Augenzeugenberichte die einzigen Quellen der Ereignisse. Über das soziale Netzwerk Facebook wurde der iranischen Führung angedroht, ihre Mitglieder würden ein ähnliches Schicksal wie Hosni Mubarak erleiden.

Die Behörden in Teheran hatten die Demonstrationsanträge der "Grünen Welle", wie sich die vom früheren Regierungschef Mir-Hossein Moussavi angeführte Opposition nennt, abgelehnt und mit Polizeieinsatz gedroht. Nach unbestätigten Berichten wurden sowohl Moussavi als auch der frühere Parlamentspräsident Mehdi Karroubi unter Hausarrest gestellt. Moussavis Haus sei von Polizeikräften umstellt worden. Mindestens 18 Oppositionsangehörige seien festgenommen worden.

- APA

Wirtschaft

12 Fragen: Den Brexit verstehen

Sturmschäden: Wann die Versicherung zahlt

Versicherung

Sturmschäden: Wann die Versicherung zahlt

Bitcoins aus der Trafik: Grazer Start-up braucht keine Bankkonzession

Wirtschaft

Bitcoins aus der Trafik: Grazer Start-up braucht keine Bankkonzession