E.ON-Chef fordert einheitliche EU-Energiepolitik

E.ON-Chef Johannes Teyssen hat eine europäische Energiepolitik aus einem Guss gefordert. "Die Energiepolitik muss mit einer Feder geschrieben sein, nationalstaatliche Egoismen haben darin nichts mehr zu suchen", sagte der Manager in einem am Montag veröffentlichten Interview des "Handelsblatts". Die europäische Energie- und Klimapolitik müsse sich konsequenter auf ihr zentrales Instrument, den Emissionshandel, konzentrieren. Teyssen warnte vor nationalen Alleingängen.

"Der Emissionshandel ist optimal geeignet, Kohlendioxideinsparungen dort vorzunehmen, wo es am effizientesten ist", sagte Teyssen. Das System werde aber weder von der EU-Kommission noch von den Staaten geschützt. Nationale Quoten für erneuerbare Energien, nationale Fördersysteme, Ausnahmen, Sonderausstattungen einzelner Staaten mit Zertifikaten oder Kohlesubventionen griffen massiv in das System ein und beraubten es seiner Wirkung.

"Wenn das so weiter geht, werden wir eines Tages feststellen müssen, dass das System gescheitert ist." Das in Deutschland geltende Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) zur Förderung des Ökostroms sieht Teyssen zwar derzeit zwar nicht infrage gestellt. Er fügte aber hinzu: "Man muss zu gegebener Zeit über alle nationalen Förderinstrumente - ob bei Kohle, Kernkraft oder Erneuerbaren - ergebnisoffen sprechen."

EU-Energiekommissar Günther Oettinger will Anfang Februar vom EU-Energiegipfel ein Paket von Vorschlägen billigen lassen. Dabei geht es etwa um die Verringerung des Energieverbrauchs von Gebäuden und um den milliardenschweren Ausbau von Stromnetzen.

- APA

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