Die Post stellt Aktionären einen Rekordgewinn zu

Der börsennotierte Logistikriese konnte bei allen gewichtigen Kennzahlen gegenüber dem Vorjahr zulegen und unterm Strich ein Rekordergebnis von 123,8 Millionen Euro oder 1,83 Euro je Aktie ausweisen. Der bisherige Rekordgewinn aus dem Jahr 2007 lag bei 122,6 oder 1,75 Euro je Aktie.

Aktionäre können sich jedenfalls rundum freuen, denn durch die sprudelnden Gewinne, hebt das Management die Dividende gegenüber dem Vorjahr um zehn Cent auf 1,7 Euro je Aktie an.

Der Umsatz (auf vergleichbarer Basis, wie die Post betont) ist um 4,2 Prozent auf 2,35 Mrd. Euro angestiegen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Postkonzerns konnte 2011 um 7,9 Prozent auf 282,7 Mio. Euro verbessert werden. Die EBITDA-Marge betrug 12 Prozent. "Sie liegt somit - wie prognostiziert - am oberen Ende der langfristigen Zielbandbreite von 10-12 Prozent", freute sich die Post am Donnerstag in einer Aussendung. Die Abschreibungen beliefen sich im Vorjahr auf 114,4 Mio. Euro. "Dieser Wert setzt sich aus planmäßigen Abschreibungen von 86,8 Millionen sowie Wertminderungen von 27,6 Millionen Euro zusammen", so die Post.

Briefsparte legt zu

Die EBIT-Marge betrug im Vorjahr 7,2 Prozent. Die Division Brief verzeichnete eine EBIT-Steigerung auf 295,7 Mio. Euro. "Auch die Division Filialnetz konnte den Restrukturierungspfad fortsetzen und das Jahr 2011 mit einem EBIT von minus 17,8 Millionen Euro abschließen, was nach minus 30,8 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres eine deutliche Verbesserung bedeutet", rechnete Post-Boss Georg Pölzl vor. Das EBIT der Division Paket & Logistik betrug minus 28,3 Mio. Euro. Darin inkludiert sind auch Wertberichtigungen von Firmenwerten und Sachanlagen in Höhe von 16,8 Mio. Euro sowie Strukturmaßnahmen und Entkonsolidierungseffekte in Höhe von 22, bzw. 3,3 Mio. Euro, relativierte die Post.

Der Cashflow aus dem Ergebnis 2011 lag mit 248,6 Mio. Euro deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahres. "Das verbesserte Ergebnis, geringere Steuerzahlungen als im Vergleichszeitraum und höhere sonstige, zahlungsunwirksame Vorgänge haben dazu beigetragen", so Pölzl. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (umgerechnet in Vollzeitkräfte) verringerte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 2,8 Prozent oder 673 Mitarbeiter auf nunmehr 23.369 Postler (davon 19.907 in Österreich). Dabei war in allen Divisionen außer Paket & Logistik ein Rückgang an Mitarbeitern zu verzeichnen.

Für das Jahr 2012 geht die Österreichische Post davon aus, dass die Geschäftsentwicklung auch weiterhin von zwei wesentlichen Faktoren beeinflusst wird: der strukturellen Veränderung des Briefgeschäfts und der allgemeinen Wirtschaftslage. "Für die nachhaltige Ergebnisentwicklung gilt weiterhin die Zielbandbreite einer EBITDA-Marge von 10-12 Prozent. Auch eine weitere Verbesserung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern wird angestrebt. Für das Jahr 2012 sind Anlageninvestitionen in der Größenordnung von 80-90 Mio. Euro vorgesehen", gibt Pölzl die Marschrichtung vor.

APA/hahn

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