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Deutscher Bahn-Warnstreik beendet

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Deutsche Züge wegen streikenden Lokführern auf Abstellgleisen
©APA/APA/dpa/Jens Büttner
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Der Warnstreik der Lokführergewerkschaft GDL ist beendet. Das teilte die Deutsche Bahn am Freitagabend mit. "Nach Ende des GDL-Streiks laufen die Verkehre schrittweise wieder an", hieß es online. "Auch nach 22 Uhr wird der Fern- und Regionalverkehr nach dem Notfahrplan verkehren." Die GDL hatte zuvor 24 Stunden lang den Personenverkehr bestreikt und für 28 Stunden den Güterverkehr. Die Folge waren Tausende Zugausfälle, im Güterverkehr bildete sich ein langer Rückstau.

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Seit dem späten Donnerstagabend läuft in ganz Deutschland ein Warnstreik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bei der Deutschen Bahn und anderen Eisenbahnunternehmen. Mit Betriebsbeginn am Freitag in der Früh sind seine Auswirkungen besonders spürbar. "Im gesamten Fern- und Regionalverkehr kommt es zu massiven Beeinträchtigungen durch den GDL-Streik", teilte das Unternehmen in der Früh mit. "Der Notfahrplan für den DB-Personenverkehr ist angelaufen."

Im Fernverkehr sei wie angekündigt rund jeder fünfte Zug unterwegs, sagte eine Bahnsprecherin. Im Regionalverkehr seien Auswirkungen je nach Region sehr unterschiedlich. "Viele Fahrgäste haben ihre Reise vorgezogen oder auf einen späteren Zeitpunkt verschieben können", hieß es. Die Bahnhöfe seien in der Früh weitgehend leer. "Dieser Streik wurde äußerst kurzfristig angekündigt, und trotzdem konnten wir rechtzeitig unseren Notfahrplan aufstellen."

In Bayern, wo das Unternehmen weiter mit den Auswirkungen des Schneechaos zu tun hat, dürfte kaum ein Zug unterwegs sein. Die große Ausnahme sind die ÖBB-Korridorzüge, die über das sogenannte "Deutsche Eck" zwischen Salzburg und Kufstein über deutsches Territorium verkehren. Wie ein ÖBB-Sprecher im Vorfeld des Streiks mitgeteilt hatte, seien diese Züge nicht von dem Streik betroffen. Fernzüge nach München oder Frankfurt fahren hingegen nur bis Salzburg bzw. Passau. Die Züge des privaten Betreibers Westbahn verkehren bis München.

Es ist in der laufenden Tarifrunde bei der Deutschen Bahn der zweite Warnstreik der Lokführergewerkschaft GDL. Bis Freitagabend um 22.00 Uhr soll er andauern. Im Güterverkehr war er am Donnerstag etwas früher gestartet. Hier befürchtet die Bahn einen Rückstau von rund 300 Güterzügen.

Vom Warnstreik betroffen ist nicht nur die Deutsche Bahn, auch der Wettbewerber Transdev wird von der GDL bestreikt. Beide Tarifverhandlungen hat die Gewerkschaft inzwischen für gescheitert erklärt. Knackpunkt ist in beiden Fällen vor allem die Forderung der GDL nach einer Absenkung der Wochenarbeitszeit für Schichtarbeiter von 38 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Die Arbeitgeber lehnen das bisher ab.

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