Deutschen kauften im Jahr 2010 um 23 Prozent weniger neue Autos

Auf dem europäischen Automarkt hat sich der Abwärtstrend im Dezember verlangsamt. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat sei die Zahl der neu zugelassenen Autos um 3,2 Prozent auf 1,01 Millionen Stück gefallen, teilte der europäische Branchenverband ACEA am Freitag mit. Im Gesamtjahr 2010 ging die Zahl der Neuzulassungen damit um 5,5 Prozent auf 13,36 Millionen Fahrzeuge zurück.

Gestützt wurde der europäische Automarkt von der starken Nachfrage in Deutschland: Hierzulande stieg die Zahl der Neuzulassungen im Dezember um knapp sieben Prozent auf 230.371. In anderen großen Ländern wie Frankreich (minus 0,7 Prozent), Großbritannien (minus 18,0), Italien (minus 21,7) und Spanien (minus 23,9 Prozent) ging die Zahl der neu zu gelassenen Fahrzeuge auch im Dezember weiter zurück.

Über das gesamte Jahr gesehen gehörte Deutschland allerdings zu einem der schwächsten Märkte. In den zwölf Monaten bis Ende Dezember fiel hier die Zahl der Neuzulassungen um 23,4 Prozent auf 2,92 Millionen Stück. 2009 hatte die deutsche Bundesregierung der von der Wirtschaftskrise besonders hart getroffenen Automobilindustrie unter die Arme gegriffen und mit einer Abwrackprämie die Nachfrage angekurbelt.

Unter den Marken konnte der Marktführer VW seine Vormachtstellung behaupten. Der Marktanteil der Wolfsburger legte auf 21,2 (Vorjahr: 21,1) Prozent zu. Die beiden Verfolger aus Frankreich, PSA und Renault, konnten den Abstand jedoch etwas verringern. PSA kam mit seinen Marken Peugeot und Citroen auf einen Anteil von 13,5 (13,1 Prozent). Renault konnte seinen Anteil an den Neuzulassungen um einen Prozentpunkt auf 10,4 Prozent erhöhen.

- APA

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