Deutsche Produktion im Juni überraschend gewachsen

Zuwachs von 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat

Deutsche Produktion im Juni überraschend gewachsen

Deutsche Produktion im Juni überraschend gewachsen

Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im Juni trotz Materialengpässe und des russischen Kriegs in der Ukraine hochgefahren. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen um 0,4 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Rückgang von 0,3 Prozent gerechnet, nach einem Minirückgang von revidiert 0,1 Prozent (bisher: +0,2 Prozent) im Mai.

"Das Verarbeitende Gewerbe erholte sich auch im Berichtsmonat Juni weiter von dem externen Schock, den es durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine erlitten hatte", kommentierte das Wirtschaftsministerium die Entwicklung. "Angesichts hoher Energiepreise und der teilweise gestörten Lieferketten zeigt die Industrie damit ihre Widerstandskraft."

Im gesamten zweiten Quartal schrumpfte die Produktion allerdings um 1,3 Prozent - ein Grund dafür, warum die deutsche Wirtschaft im Frühjahr insgesamt nur stagnierte. "Die Produktion ist nach wie vor durch die hohe Knappheit an Vorprodukten beeinträchtigt", betonten die Statistiker. "Gestörte Lieferketten infolge des Kriegs in der Ukraine und anhaltender Verwerfungen durch die Coronakrise führen nach wie vor zu Problemen beim Abarbeiten der Aufträge."

Dem Ifo-Institut zufolge waren im Juni etwa drei Viertel der Industriebetriebe von Engpässen und Problemen bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen betroffen. Das deutsche Wirtschaftsministerium rechnet daher mit schwierigen Monaten. "Vor dem Hintergrund der verminderten Gaslieferungen aus Russland und der nach wie vor hohen Unsicherheit durch den Krieg bleiben die Aussichten für das zweite Halbjahr gedämpft", so das Haus von Ressortchef Robert Habeck.

Die deutsche Industrie allein steigerte ihren Ausstoß im Juni um 0,7 Prozent. Das ist vor allem der Fahrzeugindustrie zu verdanken, die ein kräftiges Plus von 5,5 Prozent schaffte. "Hier hat die Produktion ihren kriegsbedingten Einbruch im März wettgemacht und liegt nun wieder über dem Niveau am Jahresanfang", so das Ministerium. Im Baugewerbe wurde die Produktion dagegen um 0,8 Prozent gedrosselt. Die Energieerzeugung blieb unverändert.

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