Deutsche Importpreise im Juli etwas langsamer gestiegen

Deutsche Importpreise im Juli etwas langsamer gestiegen

Deutsche Importpreise im Juli etwas langsamer gestiegen

Die deutschen Importe haben sich im Juli nicht mehr ganz so rasant verteuert wie im Vormonat. Die Einfuhrpreise erhöhten sich laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) um 28,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Experten hatten mit 29,1 Prozent gerechnet. Wie Destatis mitteilte, hat sich der Anstieg im dritten Monat in Folge leicht abgeschwächt. Im Juni lag die Veränderungsrate noch bei 29,9 Prozent und im Mai bei 30,6 Prozent.

Gegenüber dem Vormonat stiegen die Importpreise im Juli um 1,4 Prozent. Energieeinfuhren waren im Juli um 131,7 Prozent teurer als im Vorjahresmonat und 6,2 Prozent teurer als im Juni. Der hohe Anstieg im Vorjahresvergleich ist weiterhin vor allem durch die starken Preissteigerungen bei importiertem Erdgas begründet, wie Destatis erläuterte. Diese Preise lagen im Juli mehr als dreimal so hoch wie im Juli 2021. Gegenüber Juni 2022 stiegen sie um 20,5 Prozent.

Die deutschen Exporteure bleiben dem Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zufolge auf Milliardenkosten durch stark gestiegene Import- und Erzeugerpreise sitzen. Die daraus resultierende Belastung für die deutsche Außenwirtschaft beträgt nach Berechnungen des DIHK allein für das erste halbe Jahr 70 Milliarden Euro. Die deutsche Außenwirtschaft befinde sich in einer "extremen Kostenklemme", aus der sie sich auch in den nächsten Monaten nicht befreien könne, so der DIHK.

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