Deutsche Importpreise steigen sehr stark an

Kosten für importierte Energie um 141 Prozent gestiegen

Deutsche Importpreise steigen sehr stark an

Deutsche Importpreise steigen sehr stark an

Die Preisexplosion bei Öl und Gas verteuert die deutschen Importe so stark wie seit der zweiten Ölkrise Anfang der 80er Jahre nicht mehr. Die Einfuhrpreise stiegen im Oktober um 21,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Eine ähnlich hohe Rate hatte es in der Ölkrise von 1980 im Zuge der Islamischen Revolution im Iran gegeben, als im Jänner jenes Jahres ein Wert von 21,8 Prozent erreicht wurde.

Befragte Ökonomen rechneten mit einem Anstieg von lediglich 19,6 Prozent. Im September hatte das Plus noch 17,7 Prozent betragen, im August 16,5 Prozent.

Experten erwarten, dass die erhöhten Kosten bei den Einfuhren auch auf die Verbraucherpreise durchschlagen werden. Steigende Öl- und Spritpreise hatten die Teuerungsrate im Oktober bereits auf 4,5 Prozent klettern lassen und damit den höchsten Stand seit 28 Jahren. Die Bundesbank geht davon aus, dass im November fast sechs Prozent erreicht werden.

Auch der starke Anstieg der Importpreise geht vor allem auf rasant steigende Kosten für Energie zurück: Deren Einfuhr verteuerte sich um 141,0 Prozent im Vergleich zum Oktober 2020. Bei Erdgas fiel der Preisaufschlag dabei mit 193,9 Prozent besonders stark aus, bei Erdöl gab es ein Plus von 105,9 Prozent. Die Einfuhrpreise für importierte Steinkohle erhöhten sich um 213,2 Prozent.

Auch die Exportpreise zogen kräftig an. Der entsprechende Index lag laut dem Statistikamt im Oktober um 9,5 Prozent über dem Vorjahresstand.

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