Deutsche Erzeugerpreise steigen in Rekordtempo

Energiepreise waren erneut Preistreiber

Deutsche Erzeugerpreise steigen in Rekordtempo

Deutsche Erzeugerpreise steigen in Rekordtempo

Die deutschen Hersteller haben ihre Preise im Februar in Rekordtempo angehoben. Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte stiegen um durchschnittlich 25,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. "Dies war der stärkste Anstieg seit Beginn der Erhebung 1949", teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Ökonomen waren sogar von einem noch kräftigeren Anstieg 26,2 Prozent ausgegangen, nachdem die Rate im Jänner bei 25,0 Prozent gelegen hatte.

Nicht nur Energieprodukte, sondern auch viele andere Güter kosteten deutlich mehr als noch vor einem Jahr - von Kaffee bis hin zu Butter. "Die aktuellen Preisentwicklungen im Zusammenhang mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine sind in den Ergebnissen noch nicht enthalten", erklärten die Statistiker zugleich.

Die Entwicklung deutet darauf hin, dass sich die Verbraucher auf anhaltend hohe Preissteigerungen einstellen müssen. Denn der Handel dürfte zumindest einen Teil davon an die Endverbraucher weitergeben. Die Produzentenpreise gelten als Vorläufer für die Entwicklung der Inflation.

Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) rechnet auch wegen des Kriegs in der Ukraine vorerst nicht mit einer Normalisierung bei den Preisen. "Die Inflationsrate dürfte in diesem Jahr mit 5,8 Prozent so hoch ausfallen wie noch nie im wiedervereinigten Deutschland", heißt es in der aktuellen Prognose.

Hauptverantwortlich für die stark steigenden Erzeugerpreise war den Statistikern zufolge abermals Energie. Sie verteuerte sich im Februar um durchschnittlich 68,0 Prozent. Erdgas kostete 125,4 Prozent mehr als im Februar 2021, elektrischer Strom zwei Drittel und leichtes Heizöl 56,9 Prozent mehr. Klammert man Energie aus, lagen die Erzeugerpreise insgesamt nur um 12,4 Prozent über dem Vorjahreswert.

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