Deutsche Bundesbank erwartet Gegenwind für Konjunktur

Die für das 2. Quartal angelegte Erholung dürfte "deutlich schwächer ausfallen"

Deutsche Bundesbank erwartet Gegenwind für Konjunktur

Deutsche Bundesbank erwartet Gegenwind für Konjunktur

Der Krieg in der Ukraine wird aus Sicht der Deutschen Bundesbank die Konjunktur in Deutschland voraussichtlich kräftig bremsen. Die für das zweite Quartal angelegte starke Erholung werde aus heutiger Sicht "deutlich schwächer ausfallen", teilte die Bundesbank in ihrem am Montag veröffentlichten jüngsten Monatsbericht mit. Das Ausmaß der Folgen sei allerdings sehr ungewiss und vom weiteren Fortgang der Ereignisse abhängig.

Ab März würden die Auswirkungen der russischen Invasion der Ukraine die wirtschaftliche Aktivität in Deutschland spürbar belasten.

Nach Einschätzung der Bundesbank-Experten werden sich die Lieferketten-Probleme bereits im laufenden Monat wieder verstärken. Durch den Krieg und die Sanktionen des Westens seien überdies die Preise für Energierohstoffe bereits massiv gestiegen. Das werde den Konsum der privaten Haushalte und die Produktion energieintensiver Industrien bremsen.

"Im Verbund mit den absehbaren Beeinträchtigungen des Außenhandels sowie der erhöhten Unsicherheit dürften die Folgen des Krieges die eigentlich erwartete wirtschaftliche Erholung erheblich schwächen", vermutet die Bundesbank. Das erste Quartal sei aber nur für einen begrenzten Zeitraum betroffen. "Die Wirtschaftsleistung könnte in etwa stagnieren."

Die deutsche Notenbank rechnet außerdem mit weiter anziehenden Preisen. "Aufgrund des Krieges in der Ukraine dürfte die Inflationsrate in den nächsten Monaten noch etwas weiter steigen, was insbesondere den Energiepreisen geschuldet sein dürfte", schreiben die Experten. Die Verbraucherpreise waren zuletzt bereits kräftig gestiegen. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) rechnet inzwischen für heuer mit einer Inflationsrate von 5,8 Prozent.

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