Deutsche Arbeitslosenquote rutscht im Mai unter 5 Prozent

2,26 Millionen Menschen waren ohne Job

Deutsche Arbeitslosenquote rutscht im Mai unter 5 Prozent

Deutsche Arbeitslosenquote rutscht im Mai unter 5 Prozent

Der deutsche Konjunkturmotor stottert, der Krieg in der Ukraine-Krise schürt Ängste, auch in der Wirtschaft, die hohe Inflation tut ihr Übriges - aber der Arbeitsmarkt in Deutschland bleibt zumindest vorerst stabil. Die Arbeitslosigkeit ist auch im Mai weiter gesunken. 2,260 Millionen Menschen waren zuletzt ohne Job. Das sind 50.000 weniger als im April und 428.000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte.

Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte und liegt erstmals seit Dezember 2019 mit 4,9 Prozent wieder unter der Fünf-Prozent-Marke. Die Bundesagentur zog für ihre Mai-Statistik Datenmaterial heran, das bis zum 12. Mai eingegangen war.

"Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind im Mai erneut gesunken. Die Beschäftigung nimmt weiter zu, und die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften bewegt sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele. "Der russische Krieg gegen die Ukraine und Lieferengpässe belasten jedoch die Aussichten", fügte er hinzu.

Auf der anderen Seite profitierten Handel und Dienstleistungen vom Ende der coronabedingten Einschränkungen. Vor allem bei körpernahen Dienstleistungen wie Friseuren oder Fußpflegern hatte es zuletzt nach Darstellung von Volkswirten einen erheblichen Konjunkturschub gegeben.

Erstmals seit Beginn des Kriegs in der Ukraine macht sich auch die Flüchtlingsbewegung auf dem deutschen Arbeitsmarkt bemerkbar. "Seit Kriegsbeginn ist die Zahl der Arbeitslosen mit ukrainischer Staatsbürgerschaft spürbar gestiegen", sagte Scheele. Allein von April auf Mai sei diese Zahl um fast 6.000 nach oben gegangen.

Scheele erwartet für die nächsten Monate einen weiteren Anstieg - künftig werden die Ukraine-Flüchtlinge nicht mehr nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, sondern im Sozialgesetzbuch erfasst, also als Hartz-IV-Empfänger. Damit gehen sie auch in die Arbeitslosenstatistik ein, können aber laut Scheele auch leichter qualifiziert und vermittelt werden.

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