Der Immo-Boom bleibt Österreich erhalten

Remax-Austria-Chef Bernhard Reikersdorfer erwartet auch infolge des geplanten Sparpaketes der Bundesregierung keine gravierenden Auswirkungen für den heimischen Immobilien-Markt: "Lediglich bei den Vorsorgewohnungen ist mit einer leichten Abkühlung zu rechnen".

Die Zahl der tatsächlich verkauften und verbücherten Immobilien - also Grundstücke, Häuser, Eigentumswohnungen, etc., die auch ins Grundbuch eingetragen wurden - sank um 3,2 Prozent auf 90.814, ihr Gesamtwert ging um 4,8 Prozent auf 16,42 Mrd. Euro zurück, hat der Immobilienmakler Remax errechnet.

Am häufigsten wurden im Vorjahr mit 32.593 Einheiten Eigentumswohnungen gehandelt. Danach folgten 24.617 Gebäude (inklusive 9.671 Einfamilienhäuser), 22.221 Grundstücke, 3.125 Waldgrundstücke, 2.186 Landwirtschaften, 1.541 Pkw-Abstellplätze, 857 ausgewiesene Gewerbeobjekte und 630 Weingärten und 491 Zinshäuser.

Wien bleibt "Immo-Mekka"

Bei den Kaufsummen lag Wien mit 4,64 (2010: 4,93) Mrd. Euro weit vor allen anderen Bundesländern. Die Summe entsprach mehr als 28 Prozent der gesamten Kaufsummen. Danach folgte Niederösterreich mit 2,68 Mrd. Euro, Oberösterreich mit 2,05 Mrd. Euro und die Steiermark mit 1,84 Mrd. Euro. Auf Tirol entfielen 11 Prozent und auf Salzburg 8,6 Prozent der gehandelten Immobilien-Werte. Das Schluss-Trio bildeten wie schon in den Jahren zuvor Kärnten, Vorarlberg und das Burgenland.

Bei der Anzahl der Immobilienkäufe blieb Niederösterreich mit 20.449 weiter an der Spitze. In Wien schwang das Pendel nach dem exorbitanten Mengenzuwachs von 18,7 Prozent im Jahr 2010 wieder um 8,6 Prozent zurück auf 14.613. Mit 13.348 Immobilien überholte die Steiermark Oberösterreich (13.203). Auf den weiteren Rängen: Tirol mit 8.037, Kärnten mit 5.374, Burgenland mit 5.174 und Vorarlberg mit 4.688 Immobilien-Eintragungen im Grundbuch.

2011 wurden mit 32.593 etwas weniger Wohnungen als im Jahr zuvor (34.932) gekauft. Der Gesamtwert lag mit 5,17 Mrd. Euro nahezu gleich den 5,14 Mrd. Euro im Jahr 2010.

Der Preis für Eigentumswohnungen lag 2011 im Bundesschnitt als gewichtetes Mittel bei 138.657 Euro und damit um 6,7 Prozent über dem Preis von 2010. In Wien wurden 9.789 (10.598) Eigentumswohnungen verkauft. Der durchschnittliche Preis lag bei 151.024 Euro und damit um 9,2 Prozent über dem Vergleichspreis von 2010. Die teuersten Eigentumswohnungen wechselten wieder in Vorarlberg die Besitzer, im Schnitt um 180.750 Euro, die billigsten im Burgenland um 66.370 Euro.

Während die Wohnungspreise in Vorarlberg nur um moderate 3,4 Prozent stiegen, "explodierten" sie im Burgenland förmlich um 19,6 Prozent.

Die gehandelten Wohnungsgrößen stiegen im Schnitt auf 75 Quadratmeter.

Das teuerste Pflaster für Eigentumswohnungen ist weiterhin Wien Innere Stadt, wo im Schnitt für einen Quadratmeter 6.203 Euro berappt werden mussten, ein Plus von 3,1 Prozent. In den Bundesländern führt erwartungsgemäß Kitzbühel mit einem Quadratmeterpreis von 3.354 Euro, ein Plus von 15,1 Prozent. Das billigste Bundesland war das Burgenland mit 1.347 Euro pro Quadratmeter.

Baugrundstücke verteuerten sich österreichweit im Schnitt um 11 Prozent auf 55,56 Euro je Quadratmeter.

APA

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