Corona bringt deutsche Wirtschaft in Rezessionsgefahr

Weniger Kunden in Restaurants und Geschäften aus Angst vor Ansteckung

Corona bringt deutsche Wirtschaft in Rezessionsgefahr

Corona bringt deutsche Wirtschaft in Rezessionsgefahr

Die Rekordwelle bei den Corona-Fallzahlen in Deutschland könnte nach Ansicht von Ökonomen auf die deutsche Wirtschaft durchschlagen. Volkswirte schließen sogar eine leichte Rezession nicht mehr aus. "Corona wird weiter die Konjunktur diktieren", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer.

Für das laufende vierte Quartal rechne er mit einer Stagnation beim Bruttoinlandsprodukt (BIP), "wobei ein leichter Rückgang und mithin eine technische Rezession nicht auszuschließen ist". Zum Vergleich: Im Sommer war Europas größte Volkswirtschaft noch um 1,8 Prozent gewachsen.

ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski schätzt die Aussichten ähnlich ein. "Wenn alles schiefgeht, könnten wir in eine ganz leichte technische Rezession abrutschen - also zwei Quartale mit negativem Wachstum", sagte er. Im vierten Quartal dürfte wegen hoher Energiepreise und neuer Corona-Einschränkungen der Privatkonsum leiden, hinzu kämen die bekannten Engpässe in der Industrie. "Im ersten Quartal 2022 wird es nicht viel besser sein", sagte der Ökonom.

Die Zahl der täglichen Corona-Positiv-Tests ist aktuell so hoch wie noch nie. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstag 50.196 neue Fälle. Das sind über 16.000 mehr als eine Woche zuvor. Aus Angst vor Ansteckung meiden viele Deutsche offenbar Restaurants und öffentliche Verkehrsmittel. Dem aktuellen Google-Mobility-Report zufolge strömten zuletzt rund acht Prozent weniger Kunden in Geschäfte, Restaurants und Cafés als zu normalen Zeiten, bei Bahnen und Bussen lag das Minus bei etwa zehn Prozent.

"Ich erwarte, dass die meisten Bundesländer am Ende die 2G-Regel einführen werden", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Krämer. Restaurants, Fitnessstudios, Museen und ähnliche Orte wären dann für Ungeimpfte tabu, nur Geimpfte und Genesene (2G) werden hineingelassen. Wahrscheinlich sei, dass 2G auf weitere Bereiche wie den Einzelhandel ausgedehnt werde. "Das liefe faktisch auf einen Lockdown für das Fünftel der erwachsenen Bevölkerung hinaus, das nicht geimpft ist", sagte Krämer. "Das belastet die Geschäfte vieler Dienstleister, zumal sich auch viele Geimpfte vorsichtiger verhalten werden."

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