"Connect"-Affäre: Auch Strabag bezahlte Rechnung von FPK-Agentur

Auch die Strabag hat Rechnungen von der FPK-Werbeagentur "Connect" erhalten. Zumindest eine Rechnung in der Höhe von 24.000 Euro für "Layout-Beratung" wurde auch bezahlt, berichtet das Nachrichtenmagazin "News" in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe.

Weiters wurden Rechnungslegungen an andere Unternehmen im Baugewerbe bekannt. Die FPK versucht indes, die laufenden Enthüllungen per einstweiliger Verfügung zu stoppen, "News" wehrt sich juristisch dagegen.

Die Bezahlung der Rechnung aus dem Februar 2007 über 24.000 Euro wurde von der Strabag bestätigt. Eine weitere an die Baufirma ausgestellte Rechnung über 84.000 Euro "für Anrainer-Beratung und Layout-Beratung" sei allerdings nicht bekannt und nicht bezahlt worden, hieß es gegenüber "News".

Es gibt aber auch eine Rechnung an die Fürstauer Bau GmbH in Winklern. In diesem Fall bat die "Connect" um eine Überweisung von 5.000 Euro auf das Parteikonto der FPK. Weitere Rechnungen betreffen die Firma Kostmann GmbH, die Dolomit Eberstein Neuper GmbH und die Massivbau GmbH. Anfragen, ob tatsächlich Geld geflossen sei, blieben in allen diesen Fällen unbeantwortet. Unklar ist auch nach wie vor, ob oder wie die Rechnungslegungen im Zusammenhang mit bestimmten Bauaufträgen stehen.

Verwundert zeigte sich "News" über das Ansinnen der FPK, die Enthüllungen mit einer Einstweiligen Verfügung zu stoppen. Erst am vergangenen Sonntag habe sich Parteichef Uwe Scheuch im ORF-Fernsehen für die Enthüllungen bedankt. Zu diesem Zeitpunkt sei der Antrag aber bereits unterwegs gewesen.

Es gehe darum, die Rechte von privaten Unternehmern zu schützen, erklärte Scheuch gegenüber dem ORF Kärnten. Grundsätzlich sei es aber gut, was "News" offenlege. Scheuch bekräftigte, dass es sich bei der Berichterstattung über die Affäre um eine "Skandalisierung" handle. Das Landesgericht Wien hat dem Nachrichtenmagazin bezüglich des Antrags auf einstweilige Verfügung eine Frist von fünf Tagen zur Äußerung gesetzt.

- APA

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