Commerzbank: Gewinnsprung im Quartal trotz Ukrainekrieg

Ukraine-Krieg treibt Vorsorge in die Höhe

Commerzbank: Gewinnsprung im Quartal trotz Ukrainekrieg

Commerzbank: Gewinnsprung im Quartal trotz Ukrainekrieg

Die deutsche Commerzbank sieht sich nach einem überraschend guten ersten Quartal auf Kurs zum angestrebten Milliardenüberschuss im Gesamtjahr 2022. "Wir sind gut in das neue Geschäftsjahr gestartet.", so Konzernchef Manfred Knof am Dienstabend.

"Dank eines starken Kundengeschäfts haben wir unseren operativen Gewinn gesteigert, obwohl die wirtschaftlichen Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine unser Risikoergebnis belastet haben", teilte Knof anlässlich der Veröffentlichung vorläufiger Zahlen für die ersten drei Monate mit.

Demnach schnitt der Frankfurter MDAX-Konzern im ersten Quartal des laufenden Jahres trotz zusätzlicher Vorsorge für mögliche Rückschläge im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg deutlich besser ab als von Analysten erwartet. Den vorläufigen Zahlen zufolge lag das operative Ergebnis bei 544 Millionen Euro nach 538 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Erwartet wurde am Markt ein Wert von 282 Millionen Euro.

Nach Steuern und Minderheiten ergab sich unter dem Strich ein Quartalsgewinn von 284 Millionen Euro, ein Jahr zuvor waren es 133 Millionen Euro. Die detaillierten Zahlen für den Zeitraum Jänner bis einschließlich März 2022 will die Bank am 12. Mai veröffentlichen.

Die Erträge - also die gesamten Einnahmen - stiegen im ersten Quartal den vorläufigen Zahlen zufolge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent auf fast 2,8 Milliarden.

Allerdings belasten mögliche Risiken rund um den russischen Angriff auf die Ukraine die Bilanz. Die Risikovorsorge im Quartal war mit 464 Millionen gut drei Mal so hoch wie ein Jahr zuvor.

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