Chinesen bauen Hallstatt nach

Der Weltkulturerbe-Ort Hallstatt im oberösterreichischen Salzkammergut soll in der chinesischen Provinz Guangdong für ein Wohnprojekt eins zu eins nachgebaut werden - inklusive See.

"Man kann das doch nicht machen, ohne die Behörden oder die Eigentümer der Häuser zu fragen", wird ein erboster Bürgermeister Alexander Scheutz in einem Bericht der "Presse" zitiert.

Er hat sich an Landeshauptmann Josef Pühringer und die Behörde gewandt, die das Weltkulturerbe verwaltet. Monika Wenger, Chefin des Hotels "Grüner Baum", hat die Pläne für das Großprojekt zu Gesicht bekommen: "Das sind Zeichnungen von verschiedensten Balkonbrettern, von Dachgiebeln, Fensterläden bis hin zur Pflasterung der Straßen und Plätze, Denkmäler, einfach alles. Diese Dokumentation ist genauer, als das, was ich bis dato im Museum gesehen habe." Wie sich herausstellte, waren vermutlich schon seit Jahren chinesische Architekten immer wieder für längere Zeit in der Gemeinde zu Besuch. Hallstatt ist in Asien und speziell in China sehr populär, jedes Jahr kommen tausende Touristen in die Ortschaft.

Die Beliebtheit und Bekanntheit soll für ein Wohnprojekt in der aufstrebenden, reichen Provinz Guangdong in der Nähe der Stadt Huizhou genutzt werden. Nachgebaut wird die evangelische Kirche, das Hotel "Grüner Baum", der Marktplatz mit seinen umgebenden Häusern, die Dreifaltigkeitssäule, der Badergraben und sogar der Hallstätter See - der allerdings nicht maßstabsgetreu.

Die seitenverkehrte Hallstatt-Kopie soll Geschäfte, Restaurants und Freizeitbetriebe beherbergen, rundum entstehen Ein- und Mehrfamilienhäuser in luxuriösem Stil. Über den Stand des Projekts gibt es unterschiedliche Angaben, laut einigen Aussagen soll der Baubeginn noch heuer erfolgen.

- APA

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