Chinas Dienstleister leiden unter strengen Corona-Maßnahmen

Einkaufsmanagerindex für die Dienstleister stieg um 5,2 auf 41,4 Punkte

Chinas Dienstleister leiden unter strengen Corona-Maßnahmen

Chinas Dienstleister leiden unter strengen Corona-Maßnahmen

Die chinesische Konjunktur ist wegen der Corona-Lockdowns auch im Mai nicht in Schwung gekommen. Der Einkaufsmanagerindex für die Dienstleister stieg zwar um 5,2 auf 41,4 Punkte, wie die am Montag veröffentlichte Unternehmensumfrage von S&P Global für die Mediengruppe Caixin zeigt. Damit verharrt das an den Finanzmärkten viel beachtete Barometer aber bereits den dritten Monat in Folge unter der Marke von 50, ab der es ein Wachstum signalisiert.

Die Dienstleister machen etwa 60 Prozent der nach den USA zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aus, gleichzeitig stellen sie die Hälfte der städtischen Arbeitsplätze.

Die chinesische Konjunktur befindet sich seit Anfang April auf Talfahrt, da das Land mit dem größten Corona-Ausbrüchen seit Beginn der Pandemie Anfang 2020 zu kämpfen und Metropolen wie Shanghai in den Lockdown geschickt hat. Darunter leiden besonders kontaktintensive Branchen wie Hotels und Restaurants, die zu den Dienstleistern gerechnet werden.

Die Folge: Die Unternehmen bauen Stellen ab. Dieser Teilindikator fiel im Mai um 0,8 auf 48,5 Punkte. "Die Auswirkungen der Epidemie haben den Arbeitsmarkt getroffen", sagte Ökonom Wang Zhe von der Caixin Insight Group. "Die Unternehmen waren nicht sehr motiviert, die Neueinstellungen zu erhöhen."

Auch in anderen Bereichen werden die Folgen sichtbar. Die Immobilienverkäufe etwa brachen im April so stark ein wie seit 16 Jahren nicht mehr, während die Industrie ihre Produktion drosselte, der Einzelhandel weniger umsetzte und die Investitionen unerwartet schwach wuchsen.

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