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China startet Antidumping-Untersuchung zu EU-Schweinefleisch

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Handelsstreit zwischen EU und China könnte sich weiter verschärfen
©APA/APA/dpa/Christian Charisius
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China hat eine Antidumping-Untersuchung gegen Importprodukte aus der Europäischen Union angekündigt. Die Ermittlung richtet sich gegen eingeführtes Schweinefleisch und Nebenprodukte, wie das Handelsministerium am Montag in Peking mitteilte. China reagiert damit auf Pläne der EU-Kommission für Schutzzölle auf chinesische Elektroautos.

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Zuvor hatte die EU-Kommission zu Chinas Subventionen für Elektrofahrzeuge ermittelt, die nach Ansicht Brüssels den Markt in Europa verzerren. China bezog im Jahr 2023 Schweinefleisch im Wert von sechs Milliarden Dollar (5,6 Mrd. Euro) aus dem Ausland, einschließlich Innereien. Mehr als die Hälfte der Waren kamen aus der EU. Schweineteile wie Füße, Ohren und Innereien sind in China anders als in Europa sehr begehrt.

Die chinesische Staatszeitung "Global Times" hatte bereits unter Berufung auf einen Insider berichtet, dass die chinesische Industrie Beweise für die Untersuchung gegen bestimmte Milchprodukte und Schweinefleisch aus der EU sammle. Nähere Angaben hatte das Blatt in den Beiträgen auf der Onlineplattform X allerdings nicht gemacht.

Betroffen seien Produkte, die hauptsächlich zum Verzehr durch Menschen gedacht sind, teilte das Handelsministerium mit. Als Beispiele nannte die Behörde frisches und gefrorenes Schweinefleisch oder Schlachtnebenerzeugnisse.

Es ist nicht die erste Untersuchung Chinas gegen europäische Produkte. Im Jänner hatte das Handelsministerium eine Ermittlung gegen Branntwein (Brandy) aus der EU angekündigt. Betroffen davon waren hauptsächlich Hersteller auf Frankreich.

Experten hatten nach der Strafzoll-Androhung der EU Gegenreaktionen Chinas erwartet. Peking werde aber keine EU-Produkte mit Zöllen belegen, die es noch brauche, hatte etwa Jacob Gunter vom in Berlin ansässigen Institut Merics gesagt. "Dazu zählen Maschinen, hochwertige Industriegüter, Chemikalien, Medizintechnik und andere Produkte." Große europäische Automobilhersteller dürften verschont bleiben, weil diese Gunter zufolge stark in China investieren, Arbeitsplätze schaffen, Steuern zahlen und zum Wachstum beitragen.

Ins Visier geraten dürften laut Gunter dagegen Agrar-, Lebensmittel-und Getränkeprodukte, auf die Chinas Verbraucher verzichten können oder die Chinas Produzenten selbst in ausreichender Menge herstellen, wie zum Beispiel Schweinefleisch.

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