China will an straffer Geldpolitik festhalten

China bleibt jüngsten Äußerungen der Pekinger Regierung zufolge bei seiner straffen Geldpolitik. "In der extrem komplizierten und ungewissen Lage der Weltwirtschaft liegt der Schlüssel zum Erfolg darin, unsere Arbeit gut zu machen", sagte Vize-Ministerpräsident Wang Qishan laut dem staatlichen "Securities Journal" vom Montag. "Wir müssen sorgsam unsere straffe Geldpolitik umsetzen."

Es gelte, verschiedenste Anforderungen in Einklang zu bringen: Ein schnelles und dauerhaftes Wirtschaftswachstum, Strukturreformen sowie den Inflationsdruck einzudämmen. Die chinesische Notenbank hat die Zinsen in diesem Jahr bereits drei Mal erhöht - zuletzt Anfang Juli. In der ersten Jahreshälfte hatte die Zentralbank zudem monatlich die Mindestreserve-Anforderungen der Banken angehoben.

Angesichts der Schuldenkrise hat China die Länder der Euro-Zone zu wirtschaftlichen Reformen und vertrauensbildenden Maßnahmen aufgefordert. Die "Volkszeitung", offizielles Organ der regierenden Kommunistischen Partei, kritisierte am Montag die Haushaltsdefizite in der Euro-Zone, die zum Teil für die Schuldenkrise und die Destabilisierung der Märkte verantwortlich seien.

Die Euro-Zone müsse ihre Institutionen reformieren, "die ihre wirtschaftliche Entwicklung lähmen", und im Interesse der Finanzstabilität und in ihren internationalen Wirtschaftsbeziehungen "auf verantwortliche Weise handeln".

"Die Euro-Zone muss konkrete Maßnahmen ergreifen, um das Vertrauen der Märkte in die Euro-Zone und in den Euro wiederherzustellen", hieß es in der "Volkszeitung". Am Donnerstag ist der französische Präsident Nicolas Sarkozy in Peking. Bei einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao wird auch die aktuelle Schuldenkrise Thema sein.

- APA

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