Chefwechsel bei Infineon: Ploss geht - Hanebeck rückt auf

Reinhard Ploss räumt nach neuneinhalb Jahren den Chefsessel. Mit Jochen Hanebeck folgt ebenso ein Elektrotechniker nach, schon lange Jahre bei Infineon arbeitet.

Chefwechsel bei Infineon: Ploss geht - Hanebeck rückt auf

Chefwechsel bei Infineon: Ploss geht - Hanebeck rückt auf

München/Villach. Der deutsche Infineon-Konzern, der auch in Österreich mit Infineon Austria sehr engagiert ist, vollzieht den Chefwechsel. Ab dem morgigen Freitag übernimmt der bisherige operative Vorstand Jochen Hanebeck die Führung des Unternehmens. Der bisherige Amtsinhaber, Reinhard Ploss, verlässt das Unternehmen. Er war seit 2012 an der Spitze des Chipherstellers aus Neubiberg bei München gestanden.

Der Wechsel steht für Kontinuität. Hanebeck ist - wie vor ihm Ploss - ein echtes Eigengewächs und arbeitete schon für Infineon, als das Unternehmen noch zu Siemens gehörte. Wie der promovierte Ingenieur Ploss kommt auch Hanebeck mit einem Diplom in Elektrotechnik von der technischen Seite. Und seit 2016 gehört er zum Vorstand des Konzerns, war also an den Weichenstellungen der vergangenen Jahre wie der milliardenschweren Übernahme des US-Konkurrenten Cypress Semiconductors beteiligt.

Steigerung der Profitbilität

Als zentrale Aufgabe nannte Hanebeck zuletzt in einem Interview die Steigerung der Profitabilität, ein harter Kurswechsel klingt anders. Ein großer Umbruch ist auch gar nicht nötig, denn der neue Infineon-Chef übernimmt in einer Zeit starker Chipnachfrage und guter Geschäftszahlen. Die Produkte werden dem Konzern quasi aus den Händen gerissen.

Ploss hatte Infineon im Herbst 2012 dagegen in einer Zeit übernommen, in der das Unternehmen unter einer sich eintrübenden Konjunktur litt und sparen musste. Seither hat der Manager das Unternehmen auf einen soliden Wachstums- und Gewinnkurs geführt. Aus 3,9 Mrd. Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2012 wurden bis 2021 gut 11 Mrd. Euro, aus 427 Mio. Euro Gewinn wurden 1,17 Mrd. Euro. Auch für das kommende Geschäftsjahr ist der Konzern zuversichtlich und hat seine Prognose leicht erhöht.

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