Causa Telekom: Ausbezahlte Boni werden wieder einkassiert

Die Telekom Austria kommt mit ihren Rückforderungen aus dem umstrittenen Boni-Programm aus dem Jahr 2004 nach eigenen Angaben voran.

Damals hatten rund 100 Manager ein Bonusprogramm von neun Millionen Euro erhalten, da der Kurs der Telekom-Aktie im allerletzten Moment noch eine Sprung hinlegte. Dieser interessiert nun Staatsanwaltschaft und den parlamentarischen Korruptions-U-Ausschuss.

Den noch im Unternehmen tätigen Mitarbeitern wird der Boni von den laufenden Bezügen abgezogen, bei allen anderen habe man eine Aufforderung zur Rückzahlung zugestellt, so die TA. Wie viele bereits gezahlt haben und ob darunter auch namhafte Manager sind wurde von der Telekom am Montag auf APA-Nachfrage nicht verraten. Bisher ist bekannt, dass der amtierende Telekom-Boss Hannes Ametsreiter seine knapp 100.000 Euro wieder abgeliefert hat.

"Wir erfüllen die Aufgaben, die mit der Aufklärung verbunden sind. Dazu gehören auch die Rückforderungen", hieß es zur APA. Darüber hinaus hat sich die Telekom Austria, wie angekündigt, als Privatbeteiligte gegen die Beschuldigten im Strafverfahren angeschlossen.

Im U-Ausschuss war public geworden, dass eine Untersuchung des Kurssprunges zwar durch die Finanzmarktaufsicht FMA erfolgte, das Ergebnis dem Unternehmen aber nicht mitgeteilt - und vom Aufsichtsrat auch nicht urgiert wurde. Gleichzeitig wurde aber ein weiteres, noch umfangreicheres Bonusprogramm andiskutiert. Über die Rolle der FMA muss morgen, Dienstag, deren Chef Kurt Pribil im U-Ausschuss Rede und Antwort stehen. Die FMA hat sich bisher damit verteidigt, dass ihr im Jahr 2004 die Instrumente gefehlt haben, um die Kursmanipulation aufzudecken.

APA

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