Causa Grasser: Experte sieht nicht "Steuer" hinter Firmenkonstrukt

Die Firmen-Konstruktion von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (V) sorgt nicht nur bei den Ermittlungsbehörden für Kopfzerbrechen, sondern auch bei Steuerexperten. Wirtschaftstreuhänder Karl Bruckner meint, dass die steuerlichen Vorteile der Konstruktion zu hinterfragen seien.

Was bringe es etwa, eine kleine GmbH dazwischen zu schalten, für die offensichtlich Körperschaftssteuer anfalle, fragte sich Bruckner. Daher meint er, dass ein derartige Konstruktion nur einen Sinn hätte, wenn man "die Quelle nicht offenlegen" möchte, so der Steuerexperte im "WirtschaftsBlatt" vom Dienstag.

Üblicherweise würden Finanzbehörden zwischengeschaltete Briefkastenfirmen nicht anerkennen, sodass die Einkünfte den dahinter stehenden Personen zugerechnet würden. Firmen in den Steueroasen wie Liechtenstein, Zypern oder der Karibik hätten im Prinzip den Sinn, Steuern in Österreich zu vermeiden. "Ob das legal ist, hängt von den Details ab", sagte Bruckner. Er hält die Zahlungsflüsse des Ex-Finanzministers für "nicht besonders durchsichtig".

FORMAT-Grafik: Das verschachtelte Firmengeflecht von Grasser & Friends

- APA

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