Bundesbank-Präsident für weitere Straffung der Geldpolitik

Bundesbank-Präsident für weitere Straffung der Geldpolitik

Bundesbank-Präsident für weitere Straffung der Geldpolitik

Der Kurs der Zinserhöhungen im Euroraum muss nach Ansicht von Bundesbank-Präsident Joachim Nagel auch im neuen Jahr weiterverfolgt werden. "Wir müssen die Geldpolitik weiter straffen, um den Preisdruck zu dämpfen", sagte Nagel in einem gemeinsamen Interview mit Frankreichs Notenbank-Chef Francois Villeroy de Galhau dem französischen Nachrichtenmagazin "L'Express", das am Dienstag veröffentlicht wurde.

Es gelte dafür zu sorgen, dass die Inflationserwartungen in der Spur bleiben. "Wir müssen die Inflation eindämmen. Unsere Arbeit ist noch nicht getan," sagte Nagel, der auch im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) sitzt.

Die hohe Inflation sei eine schwere Belastung für Familien, Unternehmen und die Volkswirtschaften als Ganze, betonte der Bundesbank-Präsident. Am schlimmsten treffe es die Menschen, die von vornherein wenig besitzen. "Wir müssen alles Notwendige tun, um die Preisstabilität wiederherzustellen." Die Teuerungsrate im Euroraum war zwar zuletzt im Dezember von 10,1 Prozent im November auf 9,2 Prozent zurückgegangen. Allerdings kletterte die Kerninflation, in der die schwankungsreichen Preise für Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak herausgerechnet sind, von 5,0 Prozent im November auf 5,2 Prozent im Dezember.

Nagels EZB-Ratskollegen Villeroy zufolge wird der Gipfel bei den Zinsen wahrscheinlich bis zum Sommer erreicht werden. Die Inflation werde voraussichtlich bis Ende 2024 oder Anfang 2025 auf das angestrebte EZB-Ziel von zwei Prozent zurückgehen, sagte er dem Magazin.

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