Briefwahl brachte Grünen vorerst ein weiteres Mandat

Nach der ersten Auszählung der Wiener Briefwahl-Stimmzettel am Dienstag hat sich der Mandatsstand leicht geändert: Ein Sitz wanderte von der FPÖ zu den Grünen.

Der neue Mandatsstand sieht folgendermaßen aus: SPÖ 49 (minus 6 im Vergleich zu 2009), FPÖ 27 (plus 14), ÖVP 13 (minus 5) und Grüne 11 (minus 3). Dem BZÖ und der KPÖ bleibt der Einzug in den Gemeinderat weiter verwehrt.

Noch sind aber nicht alle postalisch abgegebenen Stimmzettel ausgewertet. Die zweite und letzte Zählung findet am 18. Oktober statt. Rund 45.000 Wahlkarten sind noch im Umlauf.

Die Wiener Briefwähler hielten sich nicht an das bekannte Muster: Anders als üblich legte die SPÖ durch die Briefwähler ein wenig zu und die Grünen verloren etwas an Stimmenanteil. Dem gewohnten Muster entspricht der leichte Zuwachs für die ÖVP und das Minus für die FPÖ.

Höher als 2005 liegt mit der Auszählung der am Dienstag ausgewerteten 84.964 Gemeinderats-Wahlkarten nun die Wahlbeteiligung. 56,90 Prozent betrug die Wahlbeteiligung am Wahlsonntag, 64,32 Prozent am Dienstag - was gegenüber 2005 einen Zuwachs um 3,51 Prozentpunkte bedeutet. Mit der Endauszählung am kommenden Montag wird sie über 65 Prozent ansteigen.

Die SPÖ konnte sich durch die Briefwähler gegenüber dem Wahlsonntag (44,29 Prozent) auf 44,55 Prozent verbessern, ebenso die ÖVP von 13,25 auf 13,84 Prozent. Die Grünen büßten ein wenig Stimmenanteil ein, von 12,21 auf jetzt 12,19 Prozent - und die FPÖ in deutlicherem Ausmaß von 26,98 auf 26,18 Prozent. Wahlarithmetisch ergibt das die Wanderung des Mandats von Blau zu Grün.

Auch in den Bezirksvertretungen haben sich Mandatsverschiebungen ergeben - konkret in 13 von 23 Bezirken. Allerdings: Die ersten Plätze blieben jeweils unangetastet. Knapp ist es nach der Briefwahl-Zwischenauswertung jedoch im Bezirk Wieden, wo der ÖVP, die bisher dort an der Spitze lag, jetzt nur mehr 84 Stimmen auf die SPÖ fehlen.

- AP>

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