BP kauft sich frei: 7,8 Milliarden für Ölpest-Opfer

Wie der Konzern mitteilte, wurde eine Einigung im Umfang von 7,8 Milliarden Dollar (5,90 Mrd. Euro) getroffen. Die Klagen der US-Regierung und mehrerer US-Bundesstaaten gegen BP seien von der Einigung unberührt.

In früheren Berichten war von bis zu 15 Milliarden US-Dollar (11,37 Milliarden Euro) die Rede gewesen. Der mit dem Verfahren beauftragte Richter Carl Barbier hat den für diesen Montag geplanten Prozess in New Orleans verschoben.

Die Einigung führe wahrscheinlich dazu, dass sich die Voraussetzungen für den Prozess grundlegend ändern werden. Deshalb sei er verschoben worden, heißt es in einer Mitteilung des Gerichtes in New Orleans, die von Barbier unterzeichnet ist.

Mammutprozess dürfte ausbleiben

Der Start des Mammutprozesses mit tausenden Klägern und Millionen von Prozessdokumenten war ursprünglich bereits für den 26. Februar geplant gewesen. Die Parteien erreichten dann zunächst eine Verschiebung auf den 5. März und nun einen weiteren Aufschub.

Richterin Sally Sushan habe sich mit den Prozessparteien - BP auf der einen, ein Steuerkreis für die Kläger auf der anderen Seite - getroffen. Dabei sei eine Einigung erzielt worden. Diese müsse nun vom Gericht geprüft und bestätigt werden.

Bei dem Unglück im Golf von Mexiko im April 2010 war die Ölplattform "Deepwater Horizon" explodiert. Elf Menschen starben. Zwischen vier und fünf Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl liefen 87 Tage lang ins Meer.

Betroffene Privatleute, Firmen, Kommunen, US-Bundesstaaten sowie die Zentralregierung in Washington reichten Klagen gegen BP und andere beteiligte Firmen ein. BP hat das Desaster nach eigenen Angaben bereits 7,5 Milliarden US-Dollar an Entschädigungen und für die Aufräumarbeiten gekostet.

APA

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