Bombenanschläge auf Botschaften in Rom

Eine Person ist bei der Explosion einer Paketbombe in der chilenischen Botschaft in Rom am Donnerstag verletzt worden. Der Verletzte, ein Angestellter der Botschaft, schwebt nicht in Lebensgefahr. Die Explosion ereignete sich wenige Stunden, nachdem eine Paketbombe einen Angestellten der Schweizer Botschaft schwer verletzt hatte. Auch in der ukrainischen Botschaft in Rom wurde eine Bombe gefunden.

Der Sprengkörper in der ukrainischen Botschaft explodierte nicht, berichteten italienische Medien. Die Ermittler überprüfen, ob die Paketbombe mit jenen in Verbindung zu bringen sind, die bereits in der Schweizer und chilenischen Botschaft explodiert sind und zwei Personen verletzt haben. In allen Botschaften in Rom wurden Kontrollen angeordnet.

Eine Paketbombe war in den Händen eines Angestellten der Schweizer Botschaft in Rom explodiert. Der 53-jährige Angestellte verletzte sich an beiden Händen schwer, er wurde in der römischen Poliklinik Umberto I operiert. Ihm droht die Amputation beider Hände, berichteten italienische Medien. Die Briefbombe war an die Botschaft adressiert, Bekennerhinweis gab es noch keines.

Die römischen Ermittler verdächtigen anarchistische Gruppen. In Schweizer Strafanstalten sind einige italienische Anarchisten inhaftiert, darunter Luca Bernasconi, ein in Italien wohnhafter Tessiner. Mit zwei weiteren italienischen Anarchisten, Costantino Ragusa und Silvia Guerini, war er im vergangenen April von den Schweizer Justizbehörden festgenommen worden. Für ihre Freilassung plädierte der Schweizer Anarchist Marco Camenisch, der 1991 in Italien festgenommen worden war. In den vergangenen Tagen war der als "Ökoterrorist" bekannte Camenisch aus Solidarität mit den drei inhaftierten Anarchisten in den Hungerstreik getreten.

- APA

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