BAWAG-Erwerb der Depfa abgeschlossen - Abbau soll weitergehen

BAWAG: Kauf ist für uns ein attraktives, kapitalerhöhendes Investment

BAWAG-Erwerb der Depfa abgeschlossen - Abbau soll weitergehen

BAWAG-Erwerb der Depfa abgeschlossen - Abbau soll weitergehen

Die österreichische Bankengruppe BAWAG hat den Kauf der irischen Depfa Group, einer Hinterlassenschaft aus der Finanzkrise, abgeschlossen. Die Depfa war zuletzt eine Tochter der staatlichen deutschen "Bad Bank" FMS, die nach dem Zusammenbruch der Hypo Real Estate (HRE) gegründet worden war. Die BAWAG Group erwerbe damit hochwertige Vermögenswerte mit geringem Risiko, erklärte CEO Anas Abuzaakouk.

Die Übernahme der Depfa biete der BAWAG eine attraktive und kapitalerhöhende Investitionsmöglichkeit. Man könne die eigene Bilanz und Erfahrung im öffentlichen Sektor nutzen und die Bank geordnet und beschleunigt abwickeln. Vor der Verstaatlichung 2009 hatte sich die Depfa primär auf Pfandbrief-Emissionen im öffentlichen Sektor konzentriert, 2014 wurde sie von der staatlichen deutschen FMS Wertmanagement übernommen, die 2010 als Abwicklungsanstalt der Bundesrepublik Deutschland für die verstaatlichte HRE gegründet worden war.

Zum Verkaufspreis sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es am Freitag. "Wir haben den Abwicklungsauftrag für die Depfa-Gruppe voll erfüllt und mit den seit der Übernahme der Depfa-Gruppe erzielten Wertbeiträgen unsere eigenen Erwartungen deutlich übertroffen", so FMS-WM-Vorstandschef Christoph Müller laut Reuters. Der Gesamtertrag der Abwicklung übersteige den 2014 gezahlten Kaufpreis um ein Mehrfaches. "Mit dem Verkauf der Depfa-Gruppe vollzieht die FMS Wertmanagement einen weiteren wichtigen Schritt bei der Bewältigung der Folgen der Finanzkrise", sagte Jörg Kukies, Staatssekretär im deutschen Finanzministerium laut dpa.

Vor einem Jahrzehnt hatte die in Dublin ansässige Depfa Bank plc. ihre Muttergesellschaft in den Abgrund gerissen. Die HRE hatte die in Dublin ansässige Depfa 2007, kurz vor der internationalen Finanzkrise, gekauft. Die öffentlichen Anleihen und Finanzierungen öffentlicher Projekte mit teils jahrzehntelangen Laufzeiten refinanzierte die Depfa durch kurzfristige Kredite. Als die Kreditvergabe unter den Banken in der Finanzkrise 2008 zum Erliegen kam, ging der Depfa das Geld aus - und damit auch der Mutter HRE. Der Bund verstaatlichte die HRE 2009 und gründete die FMS, um die HRE-Geschäfte und Risikopositionen abzuwickeln. Inzwischen hat die FMS über zwei Drittel des ursprünglichen HRE-Portfolios von 175 Milliarden Euro abgebaut.

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