Basel III - Credit Suisse sieht neue Kapitalvorschriften gelassen

Die Schweizer Großbank Credit Suisse sieht sich nach den Worten von Konzernchef Brady Dougan für schärfere Eigenkapitalvorschriften gut gerüstet.

Die Bank werde auch die erwarteten zusätzlichen Auflagen der Schweizer Bankenaufsicht erfüllen können ohne Abstriche beim Wachstum oder bei der Kapital-und Dividendenpolitik machen zu müssen, sagte Dougan am Mittwoch auf einer Analysten-Konferenz von Merrill Lynch in London. Credit Suisse verfüge schon jetzt über eine starke Kapitalbasis, und was noch fehle, werde aus einbehaltenen Gewinnen während der Übergangsfristen aufgebaut werden können.

Die Bank habe sich auf die sich abzeichnende Entwicklung vorbereitet und im Investmentbanking kämen mittlerweile 90 Prozent der Einnahmen aus Geschäften im Auftrag von Kunden. "Die Auswirkungen von Basel III auf unsere Einnahmen werden sehr gering ausfallen", sagte Dougan. Und mit der Vermögensverwaltung verfüge die Bank über einen Geschäftsbereich, in dem die Erträge weniger schwanken als im Investmentbanking.

Dort habe das Volumen im Aktienhandelsgeschäft in den vergangenen Monaten allerdings abgenommen, sagte der CS-Chef weiter. Andere Bereiche im Investmentbanking wie das Kreditgeschäft und auch der Hypothekenbereich in den USA hätten sich gut entwickelt. "Der ganze Aktienkomplex ..., da haben die Marktvolumen abgenommen", sagte Dougan.

Die Deutsche Bank hatte kürzlich für das dritte Quartal ein schwächeres Ergebnis im Investmentbanking in Aussicht gestellt, da die Schuldenkrise in Teilen Europas viele Investoren an den Kapitalmärkten verschreckt hatte.

Für die Aussichten des Vermögensverwaltungsgeschäftes zeigte sich Dougan zuversichtlich. Das grenzüberschreitende Geschäft mit reifen europäischen Märkten gehe zwar zurück. Das könne die Bank in anderen Märkten, die überdies ähnlich Gewinnmargen ermöglichten, aber mehr als ausgleichen.

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