Ausfall bei ORF Sendung "Im Zentrum"

Studentenproteste begleiten weiter die Debatte um das Budget. Nachdem Demonstranten schon bei der Budget-Klausur in Loipersdorf für Störgeräusche gesorgt hatten, machten Sonntagabend etwa 1.000 Menschen am Stephansplatz während der Live-Übertragung der ORF-Sendung "Im Zentrum" lautstark ihrem Unmut Luft.

Im Laufe der Sendung hatte der ORF außerdem offensichtlich mit einem Sabotageakt zu kämpfen. Mutmaßlich Protestierende dürften den Stecker zum Übertragungswagen neben dem Haas-Haus gezogen haben, wie der ORF bestätigte. Laut Polizei hatten sich gegen 22.30 Uhr etwa 1.000 Personen vor dem Haas Haus am Wiener Stephansplatz versammelt, um gegen die Budgetpläne der Regierung - vor allem bezüglich der Familienbeihilfe - zu demonstrieren. Die Österreichische Hochschülerschaft sprach von 5.000 Kundgebungsteilnehmern.

Wie ORF-Kommunikationschef Pius Strobl der APA bestätigte, hatten offenbar Protestierende die Leitung zum Übertragungswagen unterbrochen, woraufhin dieser geschützt werden musste. "Wir haben unmittelbar darauf die Wiener Polizei kontaktiert, die den Wagen sicherte", so Strobl. Bei "Im Zentrum", das aus dem Haas-Haus am Stephansplatz gesendet wird, wird das Signal über einen in einer Seitengasse geparkten Übertragungswagen per Richtfunk zum ORF-Zentrum geschickt. Laut Strobl dauerte der Sendeausfall etwa 60 Sekunden.

Nach der Protestkundgebung am Stephansplatz zogen mehrere hundert Studenten, Vertreter der Hochschülerinnenschaft (ÖH) und Anhänger linker Jugendorganisationen zum Finanzministerium in Wien-Landstraße, um lautstark ihren Unmut über die geplanten Kürzungen bei der Familienbeihilfe oder das Budget im Allgemeinen zu äußern. Zwischenfälle gab es keine. Die ÖH hat unterdessen schon zur nächsten Protestkundgebung aufgerufen. Am Donnerstag (28. Oktober) startet um 16.00 Uhr ein Demonstrationszug vor der Universität Wien, der zum Wirtschaftsministerium führen soll.

- APA

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