Auftragspolster der deutschen Industrie erreicht Rekordhoch

Mehr Aufträge als abgearbeitet werden können

Auftragspolster der deutschen Industrie erreicht Rekordhoch

Auftragspolster der deutschen Industrie erreicht Rekordhoch

In der deutschen Industrie stapeln sich die Aufträge angesichts der Produktionsengpässe so hoch wie noch nie. Der Auftragsbestand wuchs im September um 2,4 Prozent zum Vormonat, wie das deutsche Statistische Bundesamt mitteilte. Er sei damit seit Juni 2020 kontinuierlich gestiegen und erreiche nunmehr den höchsten Stand seit Beginn dieser Statistik im Jänner 2015. Die Bestellungen entwickeln sich nun schon seit Monaten stärker als die Umsätze.

"Die Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe erhielten also mehr neue Aufträge als sie abarbeiten konnten", fassten die Statistiker die Entwicklung zusammen. "Ein wesentlicher Grund für den hohen Auftragsbestand dürften Lieferengpässe bei Vorprodukten sein." So leiden etwa die Autobauer am Chip-Mangel, weshalb sie trotz starker Nachfrage nicht so viele Fahrzeuge bauen können.

Auch die Reichweite des Auftragsbestands hat sich weiter erhöht und erreichte im September 7,4 Monate - ebenfalls ein neuer Höchststand seit Beginn der Erfassung 2015. Dieser Wert gibt an, wie viele Monate die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne neue Bestellungen theoretisch produzieren müssten, um die vorhandenen Aufträge abzuarbeiten.

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