Audimax wieder Brennpunkt der Studentenproteste

Die Polizei hat am Mittwochfrüh die Besetzung des Audimax, dem größten Hörsaal der Universität Wien beendet. Rund zehn verbliebene Besetzer wurden von den Beamten hinauseskortiert. Schon zuvor hatte sich unter den rund 100 Teilnehmern einer Rechtsvorlesung Unmut über die "Besetzung" breitgemacht.

Die Jus-Studenten protestierten gegen die "Besetzung" mit Zwischenrufen wie "setzt euch rüber zu McDonald's" oder die "Philosophiefakultät ist weiter drüben". Die Besetzer konterten mit "das ist ein öffentlicher Raum."

Gegen 08:15 Uhr erschienen die Polizeibeamten, die von den Jus-Studenten mit "ein Hoch auf die Exekutive" begrüßt wurden. Unmittelbar danach begann wieder der Vorlesungsbetrieb mit einer Lehrveranstaltung des Jus-Dekans Heinz Mayer. Auch in allen anderen kurzfristig besetzten Hörsälen finden wieder reguläre Veranstaltungen statt.

Fast genau ein Jahr nach der Besetzung im Herbst 2009 wurde das Audimax am Dienstagabend erneut zum Brennpunkt von Studentenprotesten. Mehrere hundert Studenten hatten sich nach einem Demo-Marsch zunächst in der Aula des Uni-Hauptgebäudes versammelt. Nachdem anfangs der Hörsaal 7 in Beschlag genommen worden war, wurde gegen 21.00 Uhr das Audimax besetzt.

Das Rektorat der Universität kritisierte die Besetzung und erstattete umgehend Anzeige. "Aktionen wie diese schaden den heute gemeinsam formulierten Zielen und den bevorstehenden Verhandlungen", war einer auf der Homepage der Uni Wien veröffentlichten Mitteilung zu entnehmen. "Störungen, die den Lehrveranstaltungsbetrieb gefährden, schaden den Interessen der Studierenden. Es wird nicht möglich sein, Ersatzräume für Lehrveranstaltungen zu finanzieren."

- APA

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