Auch Moody's stufte Bonität Spaniens herab

Trotz anerkennender Worte für die Reformen der Regierung hat die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit Spaniens gleich um zwei Stufen gesenkt. Die hohe Verschuldung von Banken und Unternehmen mache die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone anfällig, begründete Moody's am Dienstagabend den Schritt.

Auch bleibe die Haushaltslage vieler Regionalregierungen schwierig. Moody's senkte deshalb die Bonitätsnote von "AA2" auf "A1" und damit stärker als die beiden anderen führenden Agenturen Standard & Poor's und Fitch. Das Risiko eines Zahlungsausfalls schätzt Moody's nun höher ein: Es gilt damit als "gering" und nicht mehr als "sehr gering". Die mächtige Ratingagentur droht mit einer weiteren Herabstufung, indem sie von einem "negativen Ausblick" sprach.

Das Finanzministerium in Madrid sieht in dem Schritt eine Reaktion auf die derzeit schwierigen Bedingungen am europäischen Anleihenmarkt. Die Regierung werde den Konsolidierungs- und Reformkurs fortsetzen, erklärte es in einer ersten Reaktion.

Im August hatten sich die regierenden Sozialisten und die oppositionellen Konservativen auf eine Schuldenbremse geeinigt, die in der Verfassung verankert wird. In Spanien wird am 20. November eine neue Regierung gewählt. In den Umfragen liegt die konservative Volkspartei deutlich vorn.

- APA

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