Asfinag kommt mit Schuldenabbau voran

Die Asfinag kommt mit dem Schuldenabbau voran, muss aber trotz zufriedenstellender Entwicklung bei Gewinn und Ergebnis weiter streng auf die Kosten schauen, fasst Asfinag-Chef Klaus Schierhackl die Entwicklung im Jahr 2010 zusammen.

Die Mauterlöse haben gegenüber dem Krisenjahr 2009 von 1,4 auf 1,5 Milliarden Euro zugelegt, für das Jahr 2011 werden ebenfalls Einnahmen von 1,5 Mrd. Euro erwartet.

Die Lkw-Mauterlöse erhöhten sich minimal von 0,93 auf 1,03 Mrd. Euro. Die Vignetteneinnahmen blieben mit 355 Mio. Euro knapp über dem Vorjahresniveau, die Sondermauten mit 124 Mio. Euro ebenso.

Das Eigenkapital der staatlichen Autobahnholding erhöhte sich im Jahr 2010 von 1,9 auf 2,2 Mrd. Euro und soll heuer bei 2,5 Mrd. Euro liegen. Der Schuldenstand kletterte von 11,3 Mrd. Euro im Vorjahr auf 11,9 Mrd. Euro und soll 2011 rund 12 Mrd. Euro betragen. Die 600 Mio. Euro-Mehrverschuldung im Jahr 2010 ist laut Schierhackl auf das PPP-Projekt Nordautobahn (A5) zurückzuführen, sonst hätte es eine Schuldenreduzierung gegeben. Die A5 wird aus einer Mischfinanzierung von staatlichen und privaten Kapital (Public Private Partnership) errichtet, die Entscheidung darüber fiel noch unter der ÖVP/FPÖ-Regierung. Andere PPP-Projekte gibt es nicht und sind nach Schierhackls Worten auch derzeit nicht angedacht.

Dank Sparprogramm gelinge es, die Schulden bis 2019 "nur" auf 14,2 statt - wie noch im Jahr 2008 geplant - auf 17,8 Mrd. Euro ansteigen zu lassen. Dadurch dauere es ab dem Jahr 2010 "nur" noch 25 Jahre, bis die Asfinag schuldenfrei ist.

Wie von Verkehrsministerin Bures angekündigt, hat die Asfinag das Straßenbauprogramm leicht zurückgefahren. Wurden im Jahr 2009 noch eine Milliarde Euro für Autobahnen und Schnellstraßen vergraben, waren es 2010 nur noch 800 Mio. Im heurigen Jahr 2011 sollen es 900 Mio. Euro sein.

- APA

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