Arbeitsmarktöffnung für Ost-Europäer ab Mai 2011: Österreicher fürchten sich

Die Österreicher sehen der bevorstehenden Öffnung des Arbeitsmarktes für Menschen aus Osteuropa skeptischer, aber auch uninformierter entgegen als die Deutschen. 71 Prozent der Österreicher erwarten laut IMAS-Umfrage negative und nur 12 Prozent positive Auswirkungen auf ihr Heimatland. In Deutschland sind 67 Prozent pessimistisch und 16 Prozent optimistisch.

Ab Mai brauchen Bürger aus acht osteuropäischen Ländern - Ungarn, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Polen, Estland, Lettland und Litauen - keine Genehmigung mehr, um in Österreich oder Deutschland arbeiten zu können. 57 Prozent der Österreicher (Deutschland 51 Prozent) gaben an, zum erstem Mal von der Liberalisierung zu hören. 70 Prozent gehen in der Alpenrepublik davon aus, dass viele Osteuropäer von der neuen Möglichkeit Gebrauch machen werden. Nur 12 Prozent meinen, dass eher wenige auf den Arbeitsmarkt drängen werden. Negative Auswirkungen auf ihre persönliche Lebenslage befürchten 39 Prozent. die Mehrheit erwartet weder gute noch schlechte Einflüsse auf ihre eigene Situation.

Die Meinungsforscher legten den Befragten eine Liste mit 23 Ländern vor und wollten wissen, welche Staatsbürger am ehesten das Recht haben sollten, in Österreich zu arbeiten. Am beliebtesten waren dabei mit 18 Prozent die Ungarn, gefolgt von den Slowenen (17 Prozent). An dritter Stelle folgen die Kroaten (15 Prozent), deren Land aber erst Beitrittskandidat ist.

Am wenigsten willkommen sind Nigerianer, Ghanesen und Afghanen mit je 2 Prozent. Die Deutschen zeigten sich in der Vergleichsumfrage wesentlich gastfreundlicher. Sie votierten zu je 27 Prozent für Ungarn und Polen, am schlechtesten kamen bei unseren Nachbarn die Afghanen mit 5 Prozent davon.

- APA

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