Apple: Das neue iPad ist gelandet

Allseits wird erwartet, dass der US-Konzern ein Gerät präsentiert, das in der Lage sein wird, mit 4G zu operieren. Dieser Nachfolger des Mobilfunkstandards 3G - auch LTE genannt - ist fast zehnmal schneller als die aktuelle Technologie. Dies dürfte nicht nur Apple zu einem neuen Hype verhelfen, sondern auch den Mobilfunkbetreibern Verizon Wireless und AT&T Schub verleihen.

Bisher halten sich Apple-Fans beim iPad-Modell mit 3G zurück und greifen eher auf das günstigere Gerät mit Wireless-Zugang zurück. In Erwartung neuer Verkaufsrekorde zog die in Frankfurt notierte Apple-Aktie bereits Stunden vor der Veranstaltung um 1,3 Prozent an.

Das Potenzial ist enorm. Die Marktforscher von Strategy Analytics gehen davon aus, dass die Nutzerzahlen weltweit auf 67 Millionen anziehen. Das neue iPad werde darüber entscheiden, ob Apple weiterhin den Markt dominiere, sagte Analyst Phil Harpur von Frost & Sullivan. Während die zweite iPad-Generation kaum Neuerungen geboten habe, seien die Erwartungen nun deutlich höher. Neben der 4G-Technologie rechnen Experten damit, dass das Gerät über einen Quad-Core-Prozessor - einen Vier-Kern-Prozessor - verfügen wird. Analysten betonen, dass Apple aber noch weitere Verbesserungen einbauen müsse, um gegen die Konkurrenz von Samsung und Amazon bestehen zu können. Die mit der Google -Software Android operierenden Konzerne Samsung wie auch Motorola Mobility haben bereits LTE-Modelle im Angebot. Allein im vierten Quartal kletterte der Marktanteil von Android-Tablets um zehn Punkte auf 39 Prozent. Im Gegenzug ging Apples iPad-Anteil auf 58 Prozent zurück.

Apple-Fernseher in der Pipeline

Die am Abend anstehende Vorstellung im Yerba Buena Center von San Francisco ist erst die zweite Präsentation unter Steve-Jobs-Nachfolger Tim Cook. Die Veranstaltung ist traditionell streng choreographiert und wird von Investoren und Fachleuten genau beobachtet. Kräftig spekuliert wird darüber, ob Apple die iPad-Präsentation dazu nutzt, Neuigkeiten zum bislang mäßig erfolgreichen Projekt Apple TV vorzulegen. Der im Oktober gestorbene Firmengründer Steve Jobs hatte in seiner Biografie angedeutet, den TV-Markt revolutionieren zu wollen. Es sei möglich, dass Apple die Set-Top-Box erneuere oder eben auch einen i-Fernseher ankündige, sagte Jefferies-Analyst Peter Misek.

Sollte die Überraschung positiv genug ausfallen, dürfte dies auch der Apple-Aktie an der Wall Street weiteren Auftrieb geben. Die US-Papiere gewannen in den vergangenen zwölf Monaten knapp 50 Prozent an Wert, während der US-Technologieindex gerade einmal ein Plus von sechs Prozent verbuchte. Vergangene Woche knackte Apples Börsenwert zudem die magische Marke von 500 Milliarden Dollar.

Reuters

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