Apple hat 100 Milliarden Dollar auf der hohen Kante

Apple will noch heute Auskunft darüber geben, was mit dem Geldpolster von fast 100 Milliarden Dollar geschieht.

Der Technologiekonzern Apple kündigte am späten Sonntagabend überraschend an, am Montag darüber über die Verwendung seines Geldvermögens zu informieren. Apple sitzt angesichts glänzender Geschäfte mit seinen Produkten in den vergangenen Jahren auf Bargeld und Anleihen im Volumen von rund 98 Milliarden Dollar. Apple-Anleger hatten daher immer vehementer gefordert, der Konzern müsse deutlich machen, was mit dem Geld passieren solle.

Apple will nun am Montag um 14:00 Uhr (MEZ) in einer Telefonkonferenz mit Analysten über seine Pläne informieren.

Dem Analysten Brian Marshall von der ISI Group würden die knapp 100 Milliarden verteilt auf alle Apple-Aktien 104 Dollar pro Anteilschein entsprechen. Allerdings ist unter Experten nicht ausgemacht, in welcher Form eine Ausschüttung erfolgen könnte. Denkbar sei eine Einmalzahlung oder auch eine jährlich Dividende. Letzteres würde die Apple-Aktie auch für solche Anleger interessant machen, die vor allem auf die Dividende als Rendite setzen. Denkbar ist aber auch, dass Apple eigene Aktien zurückkauft. Davon würden Aktionäre indirekt profitieren, weil durch einen solchen Rückkauf der Aktienkurs potenziell steigt.

Dividende als wahrscheinlichstes Szenario

"Eine Dividende würde Sinn machen", sagte der Analyst Shaw Wu von Sterne Agee. "Und die Antwort darauf kann nur binär ausfallen: Es geht um "Ja" oder "Nein". Viele hoffen, dass sie "Ja" ist."

Einen Aktiensplitt hält Wu hingegen für unwahrscheinlich. Gebe es einen Splitt, würde es Apple schwerer fallen, die Gewinn-Prognosen der Analysten zu übertreffen, sagte er.

Die Apple-Aktie war in der vergangenen Woche auf ein Allzeithoch von über 600 Dollar gestiegen. Ein solch hoher Kurs ist für börsennotierte Unternehmen eher ungewöhnlich. Für Kleinaktionäre etwa ist eine Firma damit eher unattraktiv. Daher splitten viele Firmen ihre Aktien, wenn sie über die Jahre relativ teuer geworden sind. Dabei könnten zum Beispiel Aktionäre statt ihrer bisherigen Aktie zu 600 Dollar 20 neue Aktien zu je 30 Dollar bekommen.

Reuters/hahn

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