Antinori wird doch nicht AUA-Chef

Drei Tage vor Dienstantritt verliert die AUA ihren designierten Chef Thierry Antinori. Der Lufthansa-Manager will sich überraschend lieber anderen "beruflichen Zukunftsplänen" widmen und lässt die AUA und den deutschen Luftfahrt-Konzern hängen. Vorerst wird sich das Führungsduo Peter Malanik und Andreas Bierwirth alleine der AUA-Sanierung widmen. Wohin Antinori beruflich wechselt ist noch unklar.

Für die AUA ergäben sich durch die überraschende Personalie keine unmittelbaren Konsequenzen, sagte AUA-Sprecher Hehemann zur APA. Antinori hätte alle Agenden erst mit 1. April übernommen, daher blieben alle Kompetenzen nun wie gehabt bei den beiden Vorständen Bierwirth und Malanik: "Es findet erst einmal kein Bruch statt."

Wer statt Antinori an die Spitze der nach Deutschland notverkauften österreichischen Airline rückt, ist somit noch unklar. Der AUA-Aufsichtsrat hat die bisherigen Vorstände Malanik und Bierwirth "gebeten, bis zu einer Regelung der Nachfolge bei der Besetzung des Vorstandsvorsitzenden die Geschäfte von Austrian Airlines auf Basis der bisherigen Geschäftsverteilung weiterzuführen", heißt es bei der Lufthansa.

Der französischstämmige Antinori hätte die AUA aus den roten Zahlen fliegen sollen. Das war seit Anfang Dezember fixiert. Der Manager verfügt über 25 Jahre Erfahrung in der Luftfahrt, seit rund zehn Jahren ist er Lufthansa-Vorstand. Auch Österreich kennt der 49-Jährige bereits, saß er doch in den 1990er Jahren für die Lufthansa im Aufsichtsrat der Lauda Air.

Die seit 2009 zur deutschen Lufthansa gehörende AUA hat 2010 einen operativen Verlust von 64,7 Mio. Euro eingeflogen. Der Betriebsverlust wurde aber kräftig reduziert: Im Jahr 2009 lag das operative Minus noch bei 230,9 Mio. Euro. Der Umsatz stieg 2010 um 3,3 Prozent auf 2,15 Mrd. Euro. Zur Sanierung ist laut derzeitigem Management aber noch einiges zu tun. Im laufenden Jahr 2011 muss die AUA operativ Gewinn machen.

- APA

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