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AMS-Prognose: 2024 leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit

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Schwache Konjunkturentwicklung belastet Arbeitsmarkt
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Das Forschungsinstitut Synthesis geht in seiner Arbeitsmarktprognose für das AMS weiterhin von einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit in Österreich im Jahr 2024 aus. Zuerst hatte die "Presse" (Donnerstag) über die Prognose berichtet. Laut der im August veröffentlichten Schätzung soll die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen heuer um 7.400 und 2024 um 4.600 steigen sowie sich die Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent (2022) auf 6,4 Prozent in beiden Prognosejahren erhöhen.

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Das Forschungsinstitut Synthesis geht in seiner Arbeitsmarktprognose für das AMS weiterhin von einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit in Österreich im Jahr 2024 aus. Zuerst hatte die "Presse" (Donnerstag) über die Prognose berichtet. Laut der im August veröffentlichten Schätzung soll die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen heuer um 7.400 und 2024 um 4.600 steigen sowie sich die Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent (2022) auf 6,4 Prozent in beiden Prognosejahren erhöhen.

Rückläufig ist hingegen die Anzahl der Personen in AMS-Schulungen, die im laufenden Jahr um 2.500 und 2024 um 3.500 sinken soll. "Die schleppende wirtschaftliche Erholung dämpft die Personalnachfrage", schreiben die Arbeitsmarktforscherinnen und Arbeitsmarktforscher in ihrem Bericht, der auch der APA vorliegt. In ihren Prognosen im März und Juni hatten die Wissenschaftler bereits mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jahr 2024 gerechnet.

In der aktuellen Synthesis-Arbeitsmarktschätzung wurde noch ein Wirtschaftswachstum von 0,4 Prozent für 2023 und von 1,2 Prozent für 2024 angenommen. Laut Frühindikatoren ist auch eine schlechtere Wirtschaftsentwicklung in Österreich möglich. Die führenden Institute haben am Donnerstag ihre Konjunkturprognosen für Deutschland angesichts des schwierigen Umfelds kräftig gesenkt. Statt dem bisher erwarteten Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 0,3 Prozent wird nun für das laufende Jahr ein Rückgang von 0,6 Prozent vorhergesagt. Die heimischen Wirtschaftsforscher des IHS und Wifo präsentieren am 6. Oktober ihre aktuelle Konjunkturprognose für heuer und nächstes Jahr inklusive Arbeitsmarktdaten.

Angesichts des Arbeitskräftemangels in Deutschland sind derzeit auch 15- bis 29-Jährige im Fokus, die nicht arbeiten und auch keine Ausbildung machen. In Deutschland war die sogenannte "Neets"-Quote laut Eurostat im Vorjahr mit 8,6 Prozent geringfügig niedriger als in Österreich mit 9,1 Prozent. Umgerechnet sind in Österreich rund 140.000 junge Menschen ohne Job oder nicht in Ausbildung und Schulung. Die Hälfte seien klassische Arbeitslose mit Arbeitswunsch und aktiver Suche, sagte Dennis Tamesberger von der Arbeiterkammer Oberösterreich dem "Kurier" (Donnerstag). Ein fast ebenso großer Teil habe Betreuungspflichten oder gesundheitliche Probleme, die eine Integration auf dem Arbeitsmarkt erschweren, so der Experte, der auch zu dem Thema forscht. Dazu würden noch Absolventen in Warteposition kommen. Auch für die deutsche Bertelsmann-Stiftung handelt es sich bei "Neets" zum größten Teil um unterstützungsbedürftige Jugendliche.

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