Al Kaida bestätigt Tod von Osama bin Laden

Das Terrornetzwerk Al-Kaida hat am Freitag den Tod seines Gründers, Osama bin Laden, bestätigt. Dies meldete das auf die Überwachung islamistischer Webseiten spezialisierte US-Unternehmen SITE am Freitag. Bin Laden war nach US-Angaben in der Nacht auf Montag in einem Anwesen in Pakistan von einem US-Spezialkommando getötet worden.

Das Blut Osama bin Ladens dürfe nicht umsonst vergossen worden sei, hieß es SITE zufolge. Al-Kaida kündigte in der Erklärung an, "ohne Zögern und Widerwillen" den "Pfad des Jihad" fortzusetzen. Das Terrornetzwerk rief die Muslime in Pakistan zum Aufstand auf, um die "Schande" der Tötung von Bin Laden zu tilgen, die durch eine "Bande von Verrätern und Dieben" über sie gebracht worden sei.

Ein US-Spezialkommando hatte in der Nacht zum Montag das Anwesen Bin Ladens in Abbottabad in Pakistan angegriffen und ihn sowie weitere Menschen erschossen. Die US-Soldaten nahmen nach dem Angriff die Leiche des seit über zehn Jahren gesuchten Mannes mit. Sie wurde von einem Flugzeugträger aus auf See bestattet. Da die US-Regierung sich weigert, eine Foto der Leiche zu veröffentlichen, waren vor allem in einigen islamischen Ländern Zweifel am Tod Bin Ladens laut geworden.

Laut US-Medien geht aus Unterlagen hervor, dass die Terrororganisation Al-Kaida angeblich Anschläge auf Züge und andere US-amerikanische Einrichtungen am zehnten Jahrestag der Attacken vom 11. September 2001 erwogen hat. Die Unterlagen wurden im Haus Osama bin Ladens in Pakistan sichergestellt. Die Funde deuten darauf hin, dass Bin Laden beim Schmieden von Komplotten bis zuletzt eine bedeutende Rolle spielte.

Der Sender ABC News zitierte aus einem vom Heimatschutzministerium veröffentlichten Bulletin an verschiedene Sicherheitsbehörden, demzufolge das Terrornetz zumindest bis Februar 2010 an "eine Operation gegen Züge an einem nicht näher bezeichneten Ort" am zehnten Jahrestag dachte. Als eine Option habe die Al-Kaida erwogen, einen Zug durch Manipulation der Schienen auf einer Brücke zum Entgleisen zu bringen.

US-Präsident Obama will sich am Freitag bei einigen jener Soldaten bedanken, die an dem Einsatz gegen Bin Laden teilgenommen haben. Der Präsident werde dazu Fort Campbell im Bundesstaat Kentucky besuchen, wo er mit kürzlich aus Afghanistan zurückgekehrten Soldaten sprechen werde, verlautete am Donnerstag aus Regierungskreisen.

In der Nähe der pakistanischen Stadt Quetta gingen am Freitag rund 1.500 Islamisten auf die Straße, um Osama bin Laden zu huldigen. Die Demonstranten einer Taliban-nahen Partei in einem Vorort riefen zum Heiligen Krieg gegen die USA auf, wie Augenzeugen berichteten.

- APA

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