Zur Liquiditätsabsicherung würde ich nur auf kurz laufende Finanzinstrumente setzen

„Jede Investition von Steuergeldern ist nur dann sinnvoll, wenn sie zur Risikoabsicherung dient.“

„Schulden zurückzahlen, natürlich!“ So könnte eine erste, triviale Antwort auf diese Frage lauten. Aber ich gehe davon aus, dass jedes kluge Management der Staatsfinanzen einen gewissen jederzeit verfügbaren Kassenbestand einplanen sollte. Dieser Kassenbestand dient einerseits als Liquiditätspolster für den Fall, dass unerwartete Ausgaben zu leisten sind, und andererseits als Absicherung gegen unerwartete Erhöhungen der Zinsmargen für die eigenen Staatsschulden.
Für mich ist jede Investition von Steuergeldern auf den Finanzmärkten nur im Sinne dieses Liquiditätspolsters zur Risikoab­sicherung sinnvoll und sollte keinesfalls mit dem Eingehen ­un­nötiger Risiken verbunden sein. Ich würde daher ausschließlich in kurz laufende Finanzinstrumente investieren, die einen Rechts­anspruch auf fixe Rückzahlungen in Euro verbriefen, zum Beispiel in Anleihen oder Geldmarktpapiere.

Dann bleibt noch die aktuell wohl spannendste Frage des Bonitäts­risikos.  Für mich gilt wieder der Grundsatz, das Risiko so klein wie möglich zu halten, wobei klar festzuhalten ist, dass hier immer ein gewisses Restrisiko bestehen bleibt. Ich würde daher die Anlagen sehr breit streuen und nur Schuldner mit bestmöglichem Rating auswählen. Um die verbleibenden Risiken wie etwa Fehleinschätzungen durch die Ratingagenturen zu minimieren, würde ich sehr effi­ziente Risikomanagementprozesse aufbauen, die unter anderem mithilfe von strengen Limits, Stresstests und Notfallplänen eine wirksame Begrenzung von Verlusten erlauben. Fazit: Ich würde es wohl weitgehend so machen wie die Österreichische Bundesfinanzierungsagentur.

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