Zugangssperren einzurichten bedeutet, ein Melanom mit Make-up abzudecken

„Das Übel an der Wurzel zu packen, heißt Kinderpornografie aus dem Netz zu entfernen.“

Gleich vorweg: Im Kampf gegen Kinderpornografie muss man alle Maßnahmen ergreifen, die Wirkung zeigen. Webfilter in Form von Zugangssperren gehören nicht dazu. Sie sind – je nach Art der Implementierung – komplex im Aufbau und trotzdem leicht auszutricksen. Es gibt keine Zugangssperren, die nicht umgangen werden können. Wie leicht es in Wirklichkeit ist, kann man sich ja mittlerweile vielfach im Internet ansehen, beispielsweise auf YouTube, wo vorgeführt wird, dass es nur Sekunden dauert, die vom Gesetzgeber wohlgemeinten Sperren zu umschiffen.

Wir dürfen niemals vergessen: Kinderpornografische Darstellungen sind nichts anderes als dokumentierter Kindesmissbrauch. Zugangssperren einzurichten bedeutet ein Melanom mit Make-up abzudecken, bedeutet vor dem eigentlichen Problem zu resignieren. Der Kampf gegen Kindesmissbrauch und gegen dessen bildliche Ausgeburt – die Kinderpornografie – ist mit der Bekämpfung von Krebs vergleichbar: Neben der Entfernung der Krebszellen müssen sämtliche Widerstandskräfte des Körpers mobilisiert werden, um eine Heilung zu ermöglichen. Das Internet ist integrativer Bestandteil und kein abgetrennter Bereich unseres realen Lebens, Internet ist heute überall „drin“. Daher müssen geltende rechtliche Rahmenbedingungen und die Rechtsdurchsetzung national und zwischenstaatlich angepasst bzw. harmonisiert, kurz: „internet-fit“ gemacht werden. Umgelegt auf die Kinderpornografie-Problematik heißt das also:

Internationale Rechtsangleichung und Bereitstellen von Ressourcen für die Exekutive und Gerichte zum Zwecke einer verstärkten Strafverfolgung sowie noch näheres Zusammenrücken von NGOs und Behörden. Denn das Übel an der Wurzel zu packen, heißt Kinderpornografie nachhaltig aus dem Netz zu entfernen.

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