Wo Arbeitsplätze nicht erhaltenswert sind, sollte man öffentliche Geldflüsse stoppen

„Nachhaltige Arbeitsmarktpolitik muss überhöhte Löhne reduzieren und Arbeit teilen.“

Für den Arbeitnehmer enden mit dem Arbeitsvertrag eine Chance auf Erwerb und eine – wie auch immer – identitätsrelevante Tätigkeit, für das Unternehmen führt die Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu Know-how-Verlust, und für die Allgemeinheit bedeutet Arbeitslosigkeit, dass Beitragszahler zu Leistungsempfängern werden. In der Vermeidung dieser Nachteile liegt auch die Begründung für den Einsatz öffentlicher Gelder zum Arbeitsplatzerhalt.

Allerdings muss differenziert werden:  
– Wo Arbeitsplätze nicht auf Dauer erhaltenswert sind, weil die Unternehmen nicht mehr marktgerecht produzieren, sollten öffentliche Gelder gestoppt und besser für Umschulung und Wiedereingliederung ausgegeben werden.
– Wo Arbeitsplätze gefährdet sind, weil die Arbeitskosten wegen „wohlerworbener Rechte“ zu hoch sind, sollten öffentliche Gelder erst fließen, wenn Überzahlungen redimensioniert und mehr Menschen beschäftigt werden.
– Angesichts steigender Staatsschuld ist wichtig, dass Unternehmer und Arbeitnehmer auch ohne öffentliche Forderung Arbeitsplätze dadurch schaffen, dass die vorhandene Arbeit auf mehr Menschen aufgeteilt wird: Das Vermeiden nicht zwingend notwendiger Überstunden und der konsequente Urlaubskonsum bringen höhere Produktivität, höhere Lebensqualität und insgesamt eine höhere Beschäftigung.

Warum all dies nach wie vor nicht allgemein praktiziert wird, ist unverständlich.  Sollte Arbeitslosigkeit wirklich auch deswegen steigen, weil Unternehmen auf Head-Count fixiert sind und Arbeitnehmervertretern die Erhaltung des Lohnniveaus der aktuell Beschäftigten wichtiger ist als die Gesamtbeschäftigungsrate? Nachhaltige Arbeitsmarktpolitik muss differenzieren: neue Beschäftigungsfelder erschließen, überhöhte Löhne reduzieren und vorhandene Arbeit teilen!

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